Mainzer Wochenblatt
Donnerstag, 26. Januar 2012


Allgemeine Zeitung
Montag, 02. Januar 2012
Prächtiger Auftakt der Kampagne

Früh übt sich, wer ein Gardist werden will.
Die Husarengarde war eine von 20 Formationen, die
durch Mainz zogen. Foto: hbz / Stefan Sämmer
Allgemeine Zeitung
Dienstag, 22. November 2011
Kleine Trommler geben den Takt vor
Von Melanie Malsch
AUFTAKTSITZUNG Mainzer Husaren Garde startet
in die laufende Kampagne
Mit einer neuen Ordensserie startet die Mainzer
Husaren Garde in die laufende Kampagne. Als erstes Motiv schmückt das
Rathaus den Orden, in den kommenden Jahren sollen weitere Mainzer
Baudenkmäler folgen.
Die Verleihung der Orden bildete der Mittelpunkt des
Auftakts der Husaren Garde am vergangenen Wochenende in der Neustadt.
Durch das Programm führte der Erste Vorsitzende des Vereins, Udo Bitz.
Persönlich übernahm er die Verleihung der Orden, um seine Gardisten
„ordentlich ins neue Jahr zu schicken“. Die Eröffnung der Veranstaltung
übernahmen die Jüngsten des Vereins, die 5- bis 12-jährigen
Mainzelmännchen der Mainzer Husaren Garde.
„Wir sind eine Familiengarde, bei uns kommen mehrere
Generationen zusammen, jedes Familienmitglied übernimmt eine Funktion
und schon die Kleinen treten auf“, freut sich Bianca Rupprecht,
Sprecherin der Husaren. Auch im Kreise der Trommler sind die jüngsten
Musiker erst sechs Jahre alt.
Die Mainzer Husaren Garde investiert viel in die
Jugendarbeit und freut sich immer über Zuwachs. Interessierte sind stets
eingeladen. Rupprecht betont: „Wie in jedem Jahr steht und fällt das
Programm mit dem Engagement der Aktiven“. Deshalb bezeichnet sie als
Highlights der Kampagne die Programme der Aktiven, wie den „fidelen
Husaren“ und des „Showballetts“.
Laut des ersten Vorsitzenden Udo Bitz liefert Rolf
Gottschalk mit seiner pointierten Sprache „einen ungewöhnlichen Beitrag
für einen Protokoller“. In seinem närrischen Jahresrückblick werden Kate
und Wilhelm genauso mit Spitzen bedacht, wie der schlechte Sommer und
das EHEC Virus.
Mainzer Wochenblatt
Donnerstag, 10. März 2011

Allgemeine Zeitung
Montag, 22. Februar 2011
Gott Jokus kommt persönlich
Von Hannah Weiner
HUSAREN GARDE Nachwuchs ganz groß beim 60.
Geburtstag des Vereins
Mit einem „dreifach Hoch der Vaterstadt“ eröffnete der
vereinseigene Nachwuchs, die „Mainzelmännchen“, die Sitzung der Mainzer
Husaren Garde 1951 e.V. (MHG) im Kurfürstlichen Schloss. Eine bunte
Narrenschar zelebrierte gemeinsam mit der Garde gebührend deren 60.
Geburtstag.
Mit Musik, Tanz und Vorträgen war besonders die Jugend
stark vertreten. So begeisterten etwa die kleinen Husaren als trommelnde
Küken mit dem „Ententanz“. „Casting-Show-Bewerberin“ Anna-Sophie Pabst
berichtete aus der Bütt von ihrem Versuch, mit „Heile Gänsje“ bei Dieter
Bohlen zu punkten, kam aber zu dem Entschluss: „Mein Talent ihr
Fernseh-Helde’ soll allein der Fastnacht gelde’.“
Auch der tanzende Nachwuchs ließ nichts zu wünschen
übrig. Gleich zwei grazile Tanzmariechen beeindruckten mit Haltung und
Eleganz - Daniela Lainka aus der Jocus-Garde und als Überraschung von
der Nürnberger Fasnachtsgilde Anna Winter. Im Matrosen-Outfit gab auch
das MHG-Showballett unter der Leitung von Bianca Rupprecht ihr Können
zum Besten.
Natürlich brillierte nicht nur der Nachwuchs:
„Protokoller“ Rolf Gottschall ließ sich im Jahresrückblick einen
Seitenhieb auf „Freiherr von und zu auf und davon Guttenberg“ nicht
nehmen. Beim Zwiegespräch „Mann contra Frau“ von Bianca Rupprecht und
Udo Bitz kam es zum Geschlechterkampf im Publikum mit weiblichem
Augenverdrehen und männlichem Gejohle. Als das „Ave Maria“ ertönte,
erschien dem närrischen Volk sogar „Gott Jokus“ (Horst Kau) persönlich.
Im weißen Gewand berichtete er von seinen Erfahrungen mit der fünften
Jahreszeit, etwa dem „betreuten Schunkeln“ auf Ü-90-Sitzungen. Da es
anlässlich des 60. Ehrentages der Garde natürlich eines Prinzenpaares
bedarf, ließen sich „Prinzessin Franziska Josephine die 4 3/4“
(Franz-Josef Mautschka) und „Prinz Elmi von Trier“ (Elmar Theisen) mit
eigenem Hofstaat (gesamtes Komitee) auf der Bühne feiern. „Helau, helau,
helau“, hieß es bei den „Fidelen Husaren“ (Horst Kau, Elmar Theisen,
Ortwin Schunk). Mit klassischen Fastnachtsliedern sorgten sie für
„Schunkel-Stimmung“. Zum Finale gab es etwas für Auge und Ohr: Die
„Elsheimer Schnorressänger“ entließen singend und märchenhaft verkleidet
gemeinsam mit der Husaren Garde die Narren nach einem bunten Abend.
WER WAR NOCH DABEI?
In der Bütt: Hans-Jürgen Gros (als
„Schoppenstecher“), Rosi Wojtyniak (als „Tennisstar“), Rudi und Achim
Hube (Reisebüro Gonsbach), Renate Runkel und Wanda Andrus
(Nachbarinnen-Zwiegespräch)
Musik und Tanz: „No Name“ (Partyband), Mainzer Ritter Gilde (Musikshow),
„Die Tanzbärchen“ (Gardeballett; Leitung: Katja Mühling und Daniela
Lainka), Ballett „Fun & Dance“ vom TV Hechtsheim (Leitung: Elke
Schneider), MHG Trommlercorps (Leitung: Yvonne Knopka und Sabrina
Siebenhaar)
Allgemeine Zeitung
Montag, 07. Februar 2011
MAINZER HUSAREN GARDE Deiwelsweiber bieten
urige Unterhaltung im Weinhaus
(nsp). Die Tradition der Weinhaussitzungen hat sich
lange Jahre schlafen gelegt und ist nur selten aufgewacht. Das enge,
urige Gefühl solcher Sitzungen machen diese Veranstaltungen sympathisch
und familiär. Zum 60. Geburtstag der Mainzer Husaren Garde 1951 e.V.
fand nach längerer Zeit die 1. Weinhaussitzung der MHG-Deiwelsweiber im
Weinhaus Kurfürst in der Neustadt statt. Am Samstagabend führte die
Präsidentin Carmen Runkel-Fey im vollbesetzten Weinhaus durch das
Programm.
Zum Einstieg wurde die Belegschaft des Weinhauses mit
dem Hausorden geehrt. Das Unterhaltungsprogramm führten dann die
MHG-Mainzelmännchen, die Kleinsten der Garde, unter der Leitung von
Bianca Rupprecht an. Gefolgt vom Trommlercorps „Treuer Husar“, angeführt
von Yvonne Konopka und Sabrina Siebenhaar. Selbst die kleinsten Trommler
gaben kräftig den Ton an. Für die musikalische Unterstützung waren die
„Fidelen Husaren“ am Akkordeon, an der Gitarre und mit Gesang aktiv.
Als erster Redner wurde der Protokoller des MNC, Dr.
Florian Sitte, hereingelassen, welcher eine äußerst moderne Art der
Büttenrede, unterstützt von multimedialen Hilfsmitteln, vortrug.
Bewaffnet mit Laptop und Powerpoint-Präsentation wurde dem Publikum das
vergangene Jahr humorvoll vor Augen geführt und mit sehr vielen guten
Pointen war es ein gelungener Start in den närrischen Abend.
Auch aus den eigenen Reihen wurden manche Redner in
die Bütt gelassen. In einem Zwiegespräch zeigte das Deiwelsweib Bianca
Rupprecht ihre Stärke dem männlichen Konterpart Udo Bitz gegenüber. Ein
heißer Dialog, der die Abgründe der Ehe aufzeigte und trotzdem deutlich
machte, dass es nicht ohne funktionieren kann. Auch Horst Kau, Mitglied
der „Fidelen Husaren“ und Sitzungspräsident war als „Gott Jokus“ eine
Freude und begeisterte die gesamte Runde.
WER WAR NOCH DABEI?
Bettina Link (Gästeführerin in
Mainz), Adi Guggelsberger (MNC: Sitzungs- und Vizepräsident), Marktfraa
(Ingrid Klaus MNC), Flugkapitän - Pit Cock (Bernhard Kessel), Fidelen
Husaren (Ortwing Schunk, Elmar Thiesen, Horst Kau)
Allgemeine Zeitung
Montag, 03. Januar 2011


Allgemeine Zeitung
Dienstag, 09. Februar 2010
Husaren setzen auf Brunnen
(ok). Beim Ehrenoffiziersempfang der Mainzer
Husaren Garde (MHG) im Neustadtzentrum wurde eins deutlich:
Tradition wird groß geschrieben in der Mainzer Husaren Garde. Seit
22 Jahren ziert immer ein Mainzer Brunnen den Orden der Korporation.
Auf dem aktuellen Kampagnenorden sei "der letzte Schwengelbrunnen
von Mainz" dargestellt, der in der Hänleingässchen in der Altstadt
zu finden sei, verriet der erste Vorsitzende der MHG, Udo Bitz. Dass
die Brunnenorden hohen Stellenwert bei Sammlern haben, bemerkte die
Präsidentin der "Deiwelsweiber" der MHG, Carmen Runkel-Fey. "Die
wollen die Serie komplett haben", und so werde es wohl auch diesmal
Anfragen wegen des Brunnenordens geben. Dass das Herz der MHG nicht
nur für die Fastnacht schlägt sondern für Kinder, stellt deren
Soziales Engagement unter Beweis. Beim Empfang spendeten die
Mitglieder insgesamt 666 Euro für die Kindernotaufnahme der Stiftung
Juvente in Mainz. Darüber hinaus lädt die MHG Kinder aus der
Kinderaufnahme zu einer ihrer Fastnachtsveranstaltungen ein. "Das
sind Erlebnisse, die unsere Kinder nie vergessen", freute sich die
Leiterin der Kindernotaufnahme, Sabine Sander.
Des Weiteren standen Ehrungen auf dem Programm:
Die Goldene Ehrennadel für 25 Jahre Gardezugehörigkeit erhalten
Stephanie Kristan-Bender, Elsa Berninger und Erich Karolus. Den
Komiteeorden bekommen Udo und Willi Weber. Der Stadtorden geht an
Franz-Josef Matschka.
Allgemeine Zeitung
Dienstag, 09. Februar 2010
Schwungvolle "Deiwelsweiber"
HUSAREN-GARDE Stolz auf eigene Aktive
AZ-Jokus geht an Bianca Rupprecht für Ihre
Flexibilität im Verein
(ubo). Die Mainzer Husaren Garde (MHG) kann stolz
sein auf eigene Aktive. Das gefiel Gott Jokus zur
Deiwelsweiber-Sitzung im Neustadtzentrum. Mit Sitzungspräsidentin
Carmen Runkel-Fey wurde bald klar, dass die MHG eine Vielzahl
aktiver Fassenachter zu bieten hat.
Von den "MHG-Mainzelmännchen" angefangen bis hin
zum Vorsitzenden Udo Bitz hatten die Akteure ihre Rollen im Griff.
Der Auftakt der "Klääne" wurde begeistert beklatscht und somit das
Komitee auf die Bühne geholt. Die Bütt wartete auf Bianca Rupprecht
als "Chronistin", die ihre Rede endete: "Meenz muss ebe so was
habbe, ich kann da drüber nit mehr lache."
Von seinem Notdienst erzählte Udo Bitz als
"Student". Von Teenageraufklärung bis zum Casanova war er der Mann
für alle Fälle. "Wolle mern ereu losse", das galt Horst Kau als
"Bäcker", der für Zimtschnecke Susi und Freibier-Fritz "Uiuiui"
kassierte. Schoppestecher Hans-Jürgen Gros packte heikle Meenzer
Themen an und ließ für OB Jens Beutel die Sonne auf Capri
untergehen.
Stimmgewaltig zeigte sich Thomas Kaiser als "Jean
von de Altstadt". Mit Power brachte er Schilderungen von seiner "Fraa".
Mit "Settche und Bettche" (Renate Runkel und Wanda Andrus) ging es
teuflisch weiter.
Das Kinderballett "Schnappi" aus Wiesbaden traute
sich unter der Leitung von Galina Tinnis auf die närrische Rostra.
Jasmin Wolferts Auftritt als "Singende Gardistin" forderte Mut. Die
MHG-Showtanzgruppe erinnerte an die 50er Jahre mit einer
sehenswerten Choreographie von Udo Bitz.
Unter dem Motto "Ferien auf dem Ballermann"
starteten die "Deiwelsweiber" in den zweiten Teil. In ihren
Solo-Auftritten sangen sie "Hol das Lasso raus" und andere Songs.
Dass das Herren-Komitee inzwischen Platz genommen hatte, störte die
Frauen nicht, denn auch das Männerballett "Hit-Mix" von der "Harxheimer
Carneval-Gesellschaft" (HCG) wagte seinen Auftritt unter
Teufelinnen.
Das MHG-Stimmungstrio "Die fidelen Husaren" (Horst
Kau, Ortwin Schunk, Elmar Theisen) zeigten sich als Treffer zum
Finale.
Allgemeine Zeitung
Mittwoch, 03. Februar 2010
Neuigkeiten aus Meenz
Von Uschi Bohn
AZ-Jokus geht an die Jugendgruppe
"Mainzelmännchen" für Ihren Mut als "Eisbrecher" im Eröffnungsspiel
HUSAREN GARDE Kokolores-Nachrichten
überzeugen Narrhallesen
"Husarengard` ereu marschiert!" Diesem Aufruf der
MHG-Jugend, den "Mainzelmännchen", folgten die Komiteeter der
"Mainzer Husaren Garde" (MHG) zur Sitzuung gern. Quirlig und bestens
vorbereitet startete der Nachwuchs, die Großen standen in nichts
nach. Wie "Fassenacht geht" lernten sie vom Verein, der auf der
Bühne ein fünfstündiges Programm präsentierte.
Bianca Rupprecht hatte nicht nur die Leitung der
Kids, sie schlüpfte noch in die Rolle der "Chronistin". Neuigkeiten
aus "Meenz," wie das Alkoholproblem an Fastnacht, kommentierte sie
mit der Bemerkung: "Darüber kann ich nit mehr lache." Mit
Klatschmarsch und Raketen führte Sitzungspräsident Horst Kau gekonnt
durch den Abend. Protokoller Rolf Gottschall nannte es ein Gewinn,
mit der MHG die Zeit zu verbringen und gab einen Jahresrückblick mit
den drei "A" der 05er: "Abwehr, Angriff, Angagement."
Thomas Kaiser schilderte als "Jean aus de
Altstadt" seine Arbeitssuche mit der Erkenntnis, dass er seine
Babett besser "schaffe" lässt. Als "Ein Bäcker" ließ sich Kau dann
selbst "ereu" und entfachte mit Witzen Lachsalven in der Narrhalla.
Im Zwiegespräch folgten Renate Runkel und Wanda
Andus als "Zwei Nachbarinnen" mit urkomischem Kokolores. Zugaberufe
kamen von der Narrenschar auch für Gisela Abels-Lahr in der Rolle
als "Reporterin" mit der Behaup- tung: "Journaliste habbe für alles
un gar nix Zeit." Mit einem hochkarätigen Vortrag überraschte Rudi
Hube als "Gonsenheimer Radiohörer", der seinen eigenen Sender mit
Meldungen "knapp und korz" im Schlafanzug vorstellte, denn "im Radio
sieht mer des nit." Sein gelungener Kokolores ließ die Leitungen auf
Welle 111 glühen. Vor allem bei der Meldung: "Ein Finther mit einem
Gunsenumer Ohr" waren alle ganz Ohr. Großer Applaus war ihm sicher.
Stimmung entfachte das MHG-Trio "Fidele Husaren"
(Horst Kau, Ortwin Schunk, Elmar Theisen) mit dem Lied Die "Es war
einmal ein treuer Husar." Die Treue hielt das Publikum, das mehr
Lieder einforderte. Mit dem Showballett "Fun & Dance" erlebten alle
heiß getanzte Rhythmen aus dem Dschungel (Leitung Elke Schneider).
Ohne Zugabe kamen sie nicht von der Bühne.
Das Komitee zeigte im Badedress, wie
Synchronschwimmen auf der Bühne geht, doch beim Baden ging keiner
baden, der Gag gefiel der Narrenschar. "Die Glühwürmchen" ließen
Teddy und Teufel tanzen und zeigten mit ihren Leuchtstäben den Weg
zu Gott Jokus. Zum Ende machten "Die Elsheimer Schnorressänger"
Furore mit ihrer Feststellung: "Humor ist, wenn man trotzdem lacht",
vor allem wenn Akrobatik dabei ist, unter der Leitung von Roman
Reiser.
Allgemeine Zeitung
Samstag, 02. Januar 2010

5. Januar
2010 – Tag 58 – Egalité Liberté Fraternité
Es war nur eine kurze
Strecke bis zur nächsten Station der Reise. Mit dem brüllenden Bären im
Rücken verließ ich rasch Hessen, und erreichte am anderen Ufer des
Rheines Rheinland-Pfalz. Als Provinzfranke des Flächenstaates Bayern,
hatte ich nicht damit gerechnet schon wieder das Bundesland zu wechseln.
Die Reise aus Lippertsgrün zum Landtag in Bayern dauerte mehrere Wochen,
und selbst auf direktem Weg beträgt die Entfernung ca. 290 km. Wie es
der Zufall so wollte war ich jetzt in der Landeshauptstadt Mainz
gelandet. Die Landtagsabgeordneten können mit einem Blick aus dem
Fenster Richtung Norden sogar den Kollegen aus Hessen zuwinken. Diese
sitzen nämlich in Wiesbaden, das weniger als 14 km entfernt liegt. Das
ganze kam mir sehr seltsam vor. Sicher ist der Grund für diese hohe Zahl
von Landesregierungen auf kleinstem Raum, dass die Ministerpräsidenten
zu Ihren Sitzungen im Bundesrat Fahrgemeinschaften bilden können. Somit
ersparen sie dem Steuerzahler riesige Summen. Ein Vorteil
geschichtlicher Entwicklungen… Aber Mainz ist nicht nur Hauptstadt,
sondern auch Hochburg! Ja genau – eine Hochburg des Karneval in
Deutschland. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen! In den
verschiedensten Geschäften und bei Passanten fragte ich mich Stück für
Stück durch, um an Informationen über die Geschichte des Karneval zu
kommen. Da die „Määnzer“ mit Leib und Seele diesen Brauch ausleben,
konnten mir auch sehr viele Leute nützliche Infos geben. Über 70 Vereine
stehen im Zeichen der Mainzer Fastnacht, die ihre Wurzeln im 13.
Jahrhundert hat. Es entwickelte aus einem unorganisierten Volksfest zu
einem Ereignis, dass später selbst am Hofe des Kurfürsten gefeiert
wurde. Im 17. Jahrhundert beispielsweise, wurden die Rollen am Hof durch
Losverfahren neu verteilt. Die Ersten Machtübernahmen der Narren haben
in diesem Brauch, „Mainzer Königreich“ genannt, vermutlich ihren
Ursprung. Erst 1775 setzte der letzte Kurfürst Friedrich Karl Joseph von
Erthal diesem Treiben ein Ende – die Maskenbälle jedoch gingen in
Gesellschaft der Oberschicht des Volkes weiter. Ausgangspunkt der
modernen Mainzer Fastnacht war zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein
Erstarken des Bürgertums. Die Suche nach neuen Formen gesellschaftlicher
Zusammenkunft lenkte die Blicke nach Köln, wo 1823 eine Reform der
Fastnacht stattgefunden hatte. Neu war das Abhalten von Sitzungen und
ein Rosenmontagsumzug. Die Mainzer griffen diese Idee auf und 1837 kam
es dann zum „Krähwinkler Landsturm“ – der als erster Umzug in Mainz
abgehalten wurde. Am 26. Februar 1838 wurde der erste
„Fastnachtmontagszug“ durchgeführt, dessen Grundzüge bis heute
weitestgehend erhalten sind. Politisiert wurde die Fastnacht erst einige
Jahre später. Beispielsweise findet die Narrenzahl 11 auch hier ihren
Ursprung. Die Stadt wurde regelmäßig französisch besetzt. Die Besatzer
trugen auf ihren Mützen den Leitspruch der französischen Revolution -
Egalité, Liberté, Fraternité – E.L.F. Die Narren machten daraus die Zahl
11, die einige Garden bis heute auf Ihren Mützen tragen.
Echt erstaunlich was die
Geschichte alles hervor gebracht hat….
Bei meinem Bummel durch
die Stadt traf ich auch auf Horst Crössmann, den Vorsitzenden des
Bezirkes Mainz/Rheinhessen. Er zeigte mir die Innenstadt bei einer
kleinen Privatführung, und schilderte viele weitere spannende Aspekte
über die laufende Karnevalssession und die Geschichte der Stadt. Nach
einem kurzen Fotoshooting am Platz vor dem Staatstheater musste ich auch
leider schon Abschied nehmen.In Rheinland-Pfalz gibt es noch einen Ort,
der auf meiner Route nicht fehlen darf. Könnt ihr Euch denken welchen?
Viele liebe GrüßeEure Stadtkasse der Stadt Naila

Allgemeine Zeitung
Dienstag, 17. Februar 2009
Närrisches Grundgesetz gilt
Ortsverwaltung Neustadt in fremder Hand
(
dri). Die
Ortsverwaltung der Neustadt ist ab sofort in närrischer Hand, der
Ortsvorsteher ist abgesetzt. Bis zum Aschermittwoch lauten die
Regierungsfarben Gelb, Rot, Blau und Weiß - und es gelten die Regeln des
närrischen Grundgesetzes.
Nach einem gemeinsamen Festumzug der beteiligten
Vereine des Vereins- und Kulturrings Mainz-Neustadt (VRK), die mit
bunten Kostümen und lauter Musik durch die Nack- und Josefsstraße
marschierten, klopften die Narren vehement an die Tür der
Ortsverwaltung, wo sich Ortsvorsteher Gerhard Walter-Bornmann zwar nach
Leibeskräften gegen die Erstürmung, die vom VRK bereits seit 1997
organisiert wird, zur Wehr setzte. Schließlich musste er jedoch "die
Übermacht der Narren" anerkennen und sich traditionsgemäß verhaften
lassen. Er übergab die chronisch leere Kasse der Ortsverwaltung sowie
den obligatorischen Schlüssel an die Narren und überließ ihnen somit
offiziell die Regierungsgeschäfte. In Handschellen gelegt und an den
Pranger gestellt, musste Ortsvorsteher Walter-Bornmann anschließend mit
musikalischer Unterstützung der Garden, wie unter anderem den "Meenzer
Herzjern" oder der "Husarengarde", durch die Straßen zum Neustadtzentrum
ziehen.
In ihr neues Amt eingeführt, verkündeten die Narren
dort selbstbewusst das närrische Grundgesetz. Um endlich aus den Fesseln
entlassen zu werden, musste sich Walter-Bornmann unter anderem "zum
Besuch aller Feldlager bis zum Aschermittwoch" verpflichten.
Anschließend verlieh der Ortsvorsteher verdienten Fassenachterinnen und
Fassenachtern des Vereins- und Kulturrings Neustadt den Stadtteilorden.

"Hilfe , ich bin ein Ortsvorsteher, lasst mich hier
raus." Gerhard Walter-Bornmann ist an den Pranger gestellt und muss den
obligatorischen Schlüssel an die Narren abgeben. Foto: hbz/Kristina
Schäfer
Allgemeine Zeitung
Samstag, 14. Februar 2009

Mainzer Rhein-Zeitung
Dienstag, 10. Februar 2009

Allgemeine Zeitung
Dienstag, 10. Februar 2009

Wochenblatt Mainz
Donnerstag, 27. November 2008
Bedenkenlos ins Visier genommen

Allgemeine Zeitung
Dienstag, 18.
November 2008
Husarengarde bietet Deftiges zur
Fastnacht
ubo. Die Mainzer Husaren-Garde (MHG) gab mit
ihrem traditionellen Schlachtfest in der
Neustadt schon einmal einen Vorgeschmack auf
die kommende Fastnachtskampagne. Dabei
zeigte sich der Erste Vorsitzende Josef Bitz
mitsamt seinem Herrenkomitee als Allrounder.
"Do wird die Sau geschlacht", sangen alle
und bewiesen als Köche den Mitgliedern und
Gästen, dass Deftiges zur Fassenacht gehört.
Gut gewürzt bot die MHG ihr närrisches
Programm, moderiert von Sitzungspräsident
Horst Kau. Musiker Alexander Herrgesell
sorgte für Stimmung.
Nach dem gelungenen Auftakt der
"Mainzelmännchen", die als "klääne Borzel"
(Lisa Rupprecht, Lea und Yannick Wichermann)
begeisterten, zeigte sich das Trommlercorps
mit seinem Nachwuchs gut gerüstet. "Ereu
mitem", galt Rolf Gottschall, der im
Protokoll das Weltgeschehen glossierte.
"Chronistin" Bianca Rupprecht schilderte
ihren Stadtbummel mit der Bemerkung: "Meenz
muss ebe so was habbe, ich kann da drüber
nit mehr lache." Zwischen Schunkelrunden
zeigte das MHG Showballett einen gelungenen
Piratentanz. Ihre "Dates" schilderte Uschi
Bohn als "Ehegeschädigte".
Gisela Abels-Lahr heizte den
"Worschtkessel" an als "Selma Senkel", und
Bernd-Peter Köhler berichtete, warum er bei
Mama am besten aufgehoben ist. Mit dem Lied
"Mondlicht" zeigte Jasmin Wolfert, dass sie
in verschiedene MHG-Rollen schlüpfen kann.
"Die Glühwürmchen" bewiesen mit ihrer
Leuchtshow, dass Gott Jokus erneut
vierfarb-bunt erstrahlen wird. Horst Kau
ging in seinem Vortrag auf Talentsuche. Mit
dem Stimmungstrio "Die Fidelen Husaren"
(Elmar Theisen, Horst Kau, Manuel Runkel)
endete das närrische Schlachtfest.
Neustadt-Ortsvorsteher Gerhard
Walter-Bornmann ehrte Renate Runkel (41
Jahre Mitglied) und Manfred Bitz (36 Jahre
Mitglied) jeweils zum 70. Geburtstag.
|
Karibischer Abend (04.10.2008)
jup. NEUSTADT Beim
traditionellen Themenabend der Mainzer Husaren-Garde
(MHG) stand diesmal alles unter dem Motto "Karibik";
durch das kurzweilige Programm führte Udo Bitz. Die Show
begann mit einer Tanzeinlage der "Island Dancers". Beim
Karibik-Quiz konnte das Publikum beweisen, wie gut es
sich über die Region informiert hatte. Das Show-Ballett
der Husaren-Garde zeigte mit einem Piratentanz ihr neues
Programm für die Kampagne 2008/2009. Und die Friseurin
Marion Denecke präsentierte Sommerfrisuren. Als
Höhepunkt des Abends wurde das beste Kostüm prämiert,
abschließend die Tombola veranstaltet. Nun können sich
die Gäste auf die "Närrische Eröffnung" am 15. November
freuen.
|
Allgemeine Zeitung
Donnerstag, 31. Januar 2008
Narren bereit
ubo. NEUSTADT Zum Sektempfang begrüßte die Mainzer Husaren-Garde (MHG) viele
Gäste im Neustadtzentrum. Lyra-Klänge sorgten für den Narrhallamarsch, das Lied
"Es war einmal ein treuer Husar" begleiteten die Anwesenden mit dem
Klatschmarsch. Der Erste Vorsitzende Josef Bitz bezeichnete die traditionelle
Veranstaltung als Einstimmung auf die tollen Tage.
Von den 200 Mitgliedern freute sich eine Vielzahl auf ihre Auszeichnung mit der
Silbernen Ehrennadel für elfjährige Treue zum Verein. Für 25-jährige
Mitgliedschaft hatte Udo Bitz für Jennifer und Horst Kau, sowie Sven Denecke die
Goldene Ehrennadel parat. Das Verdienstkreuz erster Klasse ging an Sabrina Bitz,
zweiter Klasse an Thomas Rupprecht und das Verdienstkreuz "Sonderklasse" erhielt
Anja Wichermann.
Den Gardestern tragen ab sofort Monika Denecke, Brigitte Steinke und Udo Bitz.
Zum Ehrenoffizier wurde Rolf Gottschall ernannt, zum Gardespieß Thomas
Rupprecht.
Den Verdienstorden vom MHG-Herrenkomitee nahmen Renate Runkel, Siegfried
Herrgesell und Peter Bierke in Empfang. Wolfgang Sutter, Generalleutnant der
Garde der Prinzessin (GdP) überreichte als Überraschung den MHG Gründungsorden
von 1952.
Ortsvorsteher Gerhard Walter-Bornmann (SPD) zeichnete Patrizia Färber mit dem
Stadtorden aus für besondere Verdienste.
Ein dreifach donnerndes Helau galt allen Geehrten, Aktiven, den Helfern vor und
hinter den Kulissen sowie dem vereinseigenen Showballett, das für vierfarbbunte
Unterhaltung sorgte unter der Leitung von Bianca Rupprecht.
Allgemeine Zeitung
Mittwoch, 30. Januar 2008
Es funkt im Forstersaal
Husaren-Garde überzeugt mit viel
Musik und Tamtam
Trommler, Ballett und Musikgruppen standen bei der Fremdensitzung der Mainzer
Husaren-Garde (MHG) im Kurfürstlichen Schloss hoch im Kurs. Ertönte die Musik,
ob aus Instrumenten oder vom Band, dann sprang der Funke im Forstersaal über.
Von Björn-Christian Schüßler
Dem "Selbstkurer" Bernd-Peter Köhler gehörte die erste Schunkelrunde. In seinem
Lied überwand er Kopfweh, Tinnitus und Kreuzschmerzen durch den Griff zum
Weinglas. Nach acht Strophen hatte er keine Beschwerden mehr, "außer die Zung so
schwer in der Schnut". Dass auch andere gut mit Getränken versorgt wurden, darum
kümmerte sich das Service-Personal. Für dieses und die schwierige Tätigkeit in
der Fastnacht brachen die Familien Bitz, Rupprecht und Wichermann eine Lanze.
Jasmin "das Mausi" Wolfert steckte dagegen an und gab das Signal für die Wirbel-
und Rhythmikdarbietung der MHG-Trommler, die die Garden auf die Bühne geleitet
hatten. Doch erst den Tugendbolden um Michael Kuhn und Paolo Lazzarotti gelang
mit ihrer unterhaltsamen Fastnachtsliedershow in glitzernden Anzügen,
begeisterte Stimmung in den Saal zu zaubern. Auch bei Sambarhythmen der Mainzer
Rittergilde kochten die Emotionen hoch. Andreas Göttelmann, seine Bläser und
Schlagzeuger entführten auf einen "Tequila" nach Mexiko und an die Strände der
Copa Cabana. Überhaupt hatten Sitzungspräsident Horst Kau und sein Komitee ein
kluges Händchen beim Ballett bewiesen. Die eigene Majorettengruppe "Die
Glühwürmchen" unter der Leitung von Sabrina und Patric Siebenhaar bot eine
überzeugende Lichtshow.
Ein Schmankerl hatte man in der Delegation der Mommenheimer Dorf-Gazellen parat.
Denn das Männerballett hatte viel mehr drauf als den für diese Gattung typischen
Kokolores. Vielmehr stachen die sieben Kerle, trainiert von Heike Niebergall,
ihre weiblichen Pendents durch kraftvolle und temporeiche Choreographie aus.
Weniger Brillanz sah dagegen die Husaren-Bütt. Für die nächste Sitzung sollte
man vor allem die Finger von politischen Themen lassen, wenn sie wie bei
Protokoller Rolf Gottschall am Zuhörer vorbeizielen.
Das Prädikat des Abends ertanzten sich die Dorf-Gazellen. Deshalb nahm das
Männerballett auch den AZ-Jokus mit nach Mommenheim.
Bernd Peter
Köhler demonstrierte, wie sich jeder Kranke mit Wein kurieren kann. Foto:
hbz/Kristina Schäfer
Allgemeine Zeitung
Montag, 28. Januar 2008
Partei
keine Hilfe
Walter-Bornmann fällt
den Narren zum Opfer
bcs. NEUSTADT Die gesamte SPD-Neustadtfraktion war Gerhard Walter-Bornmann in
diesen Fastnachtstagen keine große Hilfe. Treu ergab sich der Ortsvorsteher in
seinem Schicksal und in den Pranger der Narrenschar. Bei der mittlerweile
traditionellen Erstürmung der Ortsverwaltung in der Leibnizstraße machten die
aktiven Vereine kurzen Prozess. Zuvor hatte das närrische Heer die Profanen in
der Neustadt mit einem kleinen, aber lautstarken Zug durch Nackstraße und
Josefstraße auf die Machtübernahme bis Aschermittwoch eingeschworen. Dabei
spielten der Hörnerzug Rote Herolde, die Gugge-Musiker der Oldtimer Rhythmus
Kompanie und die Trommler der Meenzer Herzjer. Auch Mainzer Husaren-Garde,
Kleppergarde, die Garde der Prinzessin, De Gaadefelder und die Ranzengarde waren
mit von der Partie. Der Zug erntete an Fenstern und Balkonen strahlende
Gesichter und unterstützende Helau-Rufe der Anwohner. Auf dem Rückweg durch den
Goethepark leisteten Bornemann und seine Kollegen keinerlei Widerstand.
Freikaufen mit der Stadtkasse ging auch nicht, denn der Säckel war leer.
Erst im Neustadtzentrum, als Walter-Bornmann den Orden des Ortsvorstehers
verteilte, ließen Zeremonienmeister Horst Kau und seine Mitstreiter ihren "Roten
Baron" aus dem Fängen. Teil der Kaution, zu der der Ortsvorsteher die Narhalla
wieder als freier Mann verlassen durfte, waren allerdings elf Paragraphen des
närrischen Grundgesetzes. Dabei verpflichtete sich Walter-Bornemann auch, alle
Feldlager der närrischen Garden zu besuchen und "so es denn sein Kopf und seine
Figur zulassen" stets kostümiert zu erscheinen. Mit trommelnder Raffinesse wurde
die Machtübernahme gebührend gefeiert.
Ortsvorsteher Gerhard
Walter-Bornmann ist gefangen, den Schlüssel hat Horst Kau. Foto: hbz/Kristina
Schäfer

Allgemeine Zeitung
Freitag, 25. Januar 2008
Wie bereits seit zwa......
Wie bereits vor
zwanzig Jahren wählte die Mainzer Husaren Garde auch für die aktuelle Kampagne
wieder ein Brunnenmotiv. Fündig wurde man bei der Suche nach einem Brunnen
diesmal auf der Grünen Brücke. Der Brunnen wird von einem Husarenpärchen
umrahmt. Als Damenorden für die Deiwelsweibersitzung wurde der Orden als
Anstecker gefertigt. Hersteller ist die Firma Berg in Pfungstadt.
Husarengarde (eigenes Bild)
Allgemeine Zeitung
MONTAG, 21. Januar 2008
Bericht von der Männerstation
Husaren Garde feiert Deiwelsweiber-Sitzung
wil. ALTSTADT Mit teuflischem Humor hat das Damenkomitee der Mainzer Husaren
Garde (MHG) im Haus der Jugend ihre Deiwelsweiber-Sitzung gefeiert.
MHG-Protokoller Rolf Gottschall zog mit Fröhlichkeit sein Resümee über die
Gesundheitsreform, den Lokführerstreik und "Zaunkönigin Merkel" in Heiligendamm.
Vehement empörte sich "Schoppestecher" Hans-Jürgen Gros von der Mainzer
Freischützen-Garde über den Kunstbeirat, den wohl die Fastnachtsfiguren störten.
"Die Symbole unserer Meenzer Fastnacht, des is gelunge, gehör´n rund um
Schillerplatz und Fastnachtsbrunne", reimte Gros. Zum geplanten und wieder
abgeblasenen Fackelzug hieß seine Bilanz: "Das geht zu weit!" Von "geistigen
Tieffliegern" früherer Zeiten "gibt´s heut noch genug" - deshalb bräuchte Mainz
keinen Fackelzug.
Im Anschluss
übernahmen MHG-Eigengewächse die Bühne. Bianca Rupprecht be-trat unter Schutz
von zwei stiernackigen Bodyguards als "Chronistin" die Bütt und schrieb die
Stadtgeschichte fort.
Ehrenpräsidentin
Renate Runkel erlebte als "Krankenschwester" mancherlei Kuriositäten im
Tagesdienst auf der Männerstation. "Was wird sich da geniert - wir wissen
Bescheid über die so genannte Männlichkeit", schmunzelte Runkel. Das
Damenkomitee verzückte die Gäste als "Zickenzirkus" mit Clownessen und tapsiger
Ballerina. Zur Musik der "Rocky Horror Picture Show" überraschten die
"Glühwürmchen" (Leitung: Patric und Sabrina Siebenhaar) das Publikum mit einer
bunten Lichtillumination. Musikalisch erfreute MHG-Nachwuchssängerin Jasmin
Wolfert, bevor zum Finale das Trio "Die fidelen Husaren" vom Herrenkomitee unter
dem Motto "Immer schee lustisch bleibe" für ausgelassene Stimmung sorgte.
Sitzungspräsidentin Carmen Runkel-Fey schwang nun zum vierten Mal mit flotter
Hand das Närrinnenzepter.
Den AZ-Jokus hat sich
Renate Runkel als "Krankenschwester" für ihren tollen Bericht vom Tagesdienst
auf der Männerstation verdient.
Allgemeine Zeitung
MITTWOCH, 02. Januar.2008
Mit Vollgas in die Kurzkampagne
Beim Neujahrsumzug marschieren zahlreiche jubilierende Garden mit / Baum für
Beutel
Die Uniformen sind frisch gestärkt, Instrumente poliert: Jetzt kann sie kommen,
die Kurzkampagne. Mit Schwung und flotten Märschen sind 23 närrische
Korporationen am Neujahrsmorgen durch die Straßen der Stadt gezogen.
Von Maike Hessedenz
Auch frostige Temperaturen können echte Narren nicht abhalten, den ersten
Pflichttermin am Neujahrsmorgen zu absolvieren - gerade in diesem Jahr heißt es
von Anfang an voll durchzustarten, schließlich ist in fünf Wochen schon wieder
alles vorbei. Während die Polizei, die den Zug anführt, noch eher verhalten
"Prost Neujahr" über den Lautsprecher wünscht, legen sich die Garden voll ins
Zeug: Die Ranzengarde hat unterwegs einen verdorrten Christbaum aufgegabelt und
überreicht das mit Lamettaresten behangene Stück feierlich Oberbürgermeister
Jens Beutel und MCV-Präsident Richard Wagner. Auch die Mainzer Rittergilde hat
Grünes dabei: Zum 50. Geburtstag winken die Mitglieder mit bunten Sträußchen in
Richtung des Publikums. Die Eulenspiegelgarde startet an Neujahr ins 20.
Vereinsjahr, die Burggrafengarde Weisenau marschiert klingend ins 60. Jubiläum.
Auch die Hechtsheimer Dragoner haben sich herausgeputzt, schließlich feiern sie
ihren 55. Geburtstag. Schon am Wochenende steht für sie der nächste Termin an:
"Unsere Fahnenweihe im Gottesdienst", freut sich Präsident Michael Licht.
Gratulation an alle Geburtstagsgarden und -vereine gibt´s schließlich vom OB:
"Die Füsiliere, die laut Reim, ihr Domizil in Gonsenheim, und die es mutig und
erfahren, schon gibt seit 55 Jahren. Wie die Maletengarde auch, die unser
närr´sches Mombach brauch´", hatte Beutel gereimte Glückwünsche für die
Jubilierenden mitgebracht. Am 1. Januar sind die Mainzer in der Kampagne
angekommen - nicht nur hunderte Kappen blitzen am Straßenrand empor, der eine
oder andere kleine Narr ist sogar schon verkleidet. Und dann gibt es ja noch
Jasmin und Karin Feltes, die auch an Neujahr allen, die noch nicht ausgestattet
sind, Schals und Zugplakettchen verkaufen. "Das ist Tradition", meint die
60-jährige Karin, "wir kennen es von Kindheit an nicht anders. Außerdem ist der
Umzug so schön, da macht es auch nichts, am 1. Januar früh aufstehen zu müssen",
ist sie sich mit ihrer 16-jährigen Enkelin einig. Und auch Fastnachtsneulinge
haben ihren Spaß: "Ist mal ´ne ganz andere Art, den Neujahrstag zu verbringen",
staunt Christian Fucks, der aus Bayern zum Silvesterfeiern nach Mainz gekommen
war, "eine erfrischende Abwechslung, so schwungvoll ins Jahr 2008 zu starten."
Da staunt der kleine Vertreter der Husaren: So viele Garden feiern dieses Jahr
Jubiläum! hbz/Stefan Sämmer

Wochenblatt Mainz
DONNERSTAG, 13. DEZEMBER 2007
Wenn die Schlachtplatt' schmeckt
Närrischer Auftakt bei der Mainzer Husaren Garde
Für verdiente Mitglieder gab es eine Auszeichnung.
Wenn die "Schlachtplatt" schmeckt, dann ist närrischer Auftakt bei der "Mainzer
Husaren
Garde" (MHG). Im rauchfreien Saal begrüßte der Erste Vorsitzende, Josef Bitz,
die
Narrenschar, die sich bereits zur Musik von Alexander Herrgesell einschunkelte.
Die
Moderation übernahmen Carmen Runkel-Frey und Udo Bitz, vor allem die Jugend
sei im Vormarsch, betonten die beiden. Der Narrhallamarsch erklang vom
Trommlercorps
unter der Leitung von Jasmin Wolfert. Mit seinem Protokoll nahm Rolf Gottschall
Geschehenes unter
die Lupe. Die Gesundheitsreform, Telekom-Streik und dicke Teeniesvergaß er nicht
zu erwähnen.
"Wolle mer se ereulosse?" "Ereu mitene", riefen die Gäste und die "Nesthäkchen"
kamen im Gallopp mit
ihren Kostümen als Pferdchen. Die Stimmung war gut, zumal jeder die Kids
"goldig" fand. Das Lied
von der "Lebberworscht" sangen alle und bekamen Appetit auf die "Fassenacht."
Als "Stadtchronistin"
präsentierte Bianca Rupprecht ihren Spaziergang durch "Meenz" mit der
Behauptung:
"Meenz muß ebe so was habbe, ich kann da drüber nit mehr lache." "Die Fidelen
Husaren"
(Elmar Theisen, Horst Kau, Manuel Runkel) ließen neue Lieder hören, das Publikum
wählte
zwei für die kommende Kampagne aus. Das MHG Showballett kam in rosa getupften
Kleidern mit Pettycoat und bot einen erfrischenden Tanz. Im Programm wirkten
ebenfalls mit:
"Die zwei Jasmine"(Jasmin Wolfert und Jasmin Nabholz), Bernd-Peter Köhler als
"Hausmann",
Horst Kau als "En Dicke", das MHG Gardeballett, Manfred Schmitt und Melanie
Scheele
beleuchteten "En scheene Mann", Angela Blumer als "Putzfraa" und "Die
Glühwürmchen"
mit ihrer Leuchtshow. Geehrt und befördert wurden drei Mitglieder zum Corporal,
Benjamin Fey zum Wachtmeister, Sandra Steinke zum Sergeant und sieben MHGler
zum Oberleutnant h.c.
Allgemeine Zeitung
Vom 20.11.2007
Viel Närrisches aufgetischt
Schlachtfest der Mainzer Husaren Garde

ubo. NEUSTADT Die "Mainzer Husaren
Garde" (MHG) bereitete sich mit "Worschtsupp" zum Schlachtfest im
Neustadtzentrum auf die kommende Fastnachtskampagne vor. Närrisch aufgetischt
mit Schunkler und Helau bot die Garde ein Non-Stop-Programm.
In seiner Begrüßung kündigte Vorsitzender Josef Bitz einige Überraschungen an.
Zur Musik von Alexander Herrgesell moderierten Carmen Runkel-Frey und Udo Bitz
die Programmpunkte. Nach dem Einmarsch des Trommlercorps´ unter der Leitung von
Jasmin Wolfert war die Bütt frei für Rolf Gottschall. In seinem Protokoll nahm
er aktuelle Themen ins Visier mit der Behauptung, Angela Merkel sei die
Zaunkönigin von Heiligendamm. Sabrina Siebenaar entlockte der Gästeschar ein
"ach wie goldig", denn ihre "Nesthäkchen" hüpften als kleine Pferdchen über die
Bühne.
Rund um die "Lebberworscht" ging´s beim Saallied, und deftig präsentierte sich
Bianca Rupprecht als "Stadtchronistin". Horst Kau brachte mit seinen "Fidelen
Husaren" neue Lieder zum Besten, die Narrenschar fungierte als Jury, denn zwei
Songs sollen der Favorit für die Kampagne sein. In erfrischendem Rosa kam die
Showtanzgruppe im Pettycoat. In der MHG beherrschen einige Aktive verschiedene
Rollen. "Die zwei Jasmine" (Jasmin Wolfert und Jasmin Nabholz) sangen von der
Liebe. Rauchfreie Zone war im Saal angesagt, was Bernd-Peter Köhler als
"Hausmann" gefiel, denn er behielt bei seinem Lied, rund um den Wein, guten
Durchblick. Als "En Dicke" schilderte Kau seine Probleme mit dem Abnehmen. Damit
hatte das MHG-Gardeballett keine Probleme, ihr Tanz entfachte Begeisterung. Vom
"Scheene Mann" brachten Manfred Schmitt und Melanie Scheele ihr munteres
Zwiegespräch. Als "Putzfraa" staubte Angela Blumer großen Applaus ab.
Mit ihrer Leuchtshow, den fliegenden Stäben und geheimnisvollen Masken, machten
die "Glühwürmchen" Furore. Den Schlusspunkt setzten "Die Fidelen Husaren." Im
Rahmen der Veranstaltung wurden folgende Mitglieder befördert: Benjamin Fey zum
Wachtmeister, Sandra Steinke zum Sergeant, drei Mitglieder dürfen sich "Corporal"
nennen und sieben "Oberleutnant h.c."
Allgemeine Zeitung
Vom 09.10.2007
Schlagerbarden und Sangesdiven
Herbstmanöver der Husaren-Garde in Neustadt
hof. NEUSTADT . Die Mainzer Husaren Garde (MHG) rüstet für die fünfte
Jahreszeit: Zum Herbstmanöver ritten die Husaren am Samstagabend zu einer
Schlager-Hitparade ins Neustadtzentrum. Als Sängerbarden und Sangesdiven buhlten
die Gardemitglieder in einer Playback-Show um die Gunst des Publikums.
"Öfter mal was Neues", hatte sich die MHG gesagt, und so wurde statt eines
"Länderabends" zur Einleitung auf die närrische Zeit dem Schlager gehuldigt.
Zunächst brachen die "Nesthäkchen" und das MHG-Showballett mit ihren neuen
Nummern das Eis, bevor Jasmin Wolfert mit zwei live gesungenen Stücken aus dem
Musical "Mozart!" den ersten Begeisterungssturm auslöste. Seit einiger Zeit
versucht sich die 17-Jährige im Sologesang, mit dem sie auf jeden Fall in
Zukunft in größerem Rahmen von sich hören machen will.
Dann war es an der Zeit für den Zweiten Vorsitzenden Udo Bitz, "aus der Mitte
der Neustadt" seine Gardisten ins Rennen um den Publikumspreis zu schicken. Als
säße der Meister höchstselbst am Flügel, trat Helmut Früh als Udo Jürgens im
weißen Bademantel in die MHG-Arena, um sogleich die Frauenherzen zum Hüpfen zu
bringen. Doris Köhler ließ Drafi Deutscher auferstehen, und Dorthe Kollo suchte
alias Irmgard Vogler im Publikum den "Graf von Luxemburg". "I Can Boogie-Woogie"
und das "All Night Long" - das glaubten die 90 Husaren auf Anhieb, als sie den
Hüftschwung von Meike Doris Kessel-Früh und Helma Bitz als "Baccara" sahen. Doch
zum Abräumer des Abends schafften sie es nicht ganz, auch Anja Wichermann als
"Marianne Rosenberg" und Bianca Rupprecht mit der bis dahin fetzigsten Nummer
"Heut´ Abend hab ich Kopfweh" von Ireene Sheer, konnten es nicht ganz nach oben
aufs Podium schaffen.
Mit geballter Manneskraft räumte das Herrenkomitee als "Dschinghis Khan" den
Publikumspreis ab. Mit Inbrunst schwang MHG-Sitzungspräsident Horst Kau seinen
blanken, nicht ganz schlanken Prachtbauch auf der Bühnenfront, und spätestens
nach dem Wodka bei "Moskau" hatten die stolzen Husaren im Kosaken-Gewand die
Mehrheit erobert.