Presse

Allgemeine Zeitung

Mittwoch, den 20.02.2017

Narren erstürmen die Ortsverwaltung der Mainzer Neustadt

Von Manuel Wenda

NEUSTADT – „Wer die Fastnacht ernst nimmt, ist selber schuld!“ Eine klare Ansage von Horst Kau, dem Sitzungspräsidenten der Mainzer Husaren Garde. In der Leibnizstraße ist soeben die Ortsverwaltung erstürmt worden und in Narrenhand gefallen. Wie Kau erzählt, finden die Erstürmungen seit 1997 statt, 1989 bekam die Neustadt ihre eigene Ortsverwaltung.

Turbulent wie fröhlich war die närrische Machtübernahme vonstatten gegangen: In der Leibnizstraße haben sich an dem schönen Morgen die Närrinnen und Narrhallesen eingefunden, die Husaren Garde und die Mainzer Klepper-Garde sorgen für die musikalische Untermalung. Ortsvorsteher Johannes Klomann und seine Mitarbeiter sehen aus dem Fenster, während die Gardisten die Herausgabe des Schlüssels der Ortsverwaltung fordern. Blessuren hat Klomann offenbar im Vorfeld bereits davongetragen, ein Hackebeil steckt in seinem Kopf – immerhin: Er ist noch in der Lage mit den Aufrührern zu unterhandeln. Einige Schaulustige beobachten das Treiben.

Klomann und seine Mannen haben ein Einsehen: An Flucht ist nicht zu denken, die Gardisten sind in der Überzahl, außerdem sind sie mit Säbeln bewaffnet. Der Ortsvorsteher gibt sich geschlagen. Eine Kassette mit der Kasse der Verwaltung, den Schlüssel sowie eine Klobürste hält er in seinen Händen. Horst Kau nimmt ihm Kassette und Schlüssel ab, die Klobürste darf Klomann behalten, dann wird er in Ketten gelegt. Mit Helau-Rufen feiern die Närrinnen und Narrhallesen die Erstürmung. Dann noch ein Moment der Enttäuschung. Kau blickt auf die Kassette: „Ich nehme an da sind 11 Euro und 11 Cent drin“, meint er. Weit gefehlt – es sind nur 11 Cent. Zum Trost gibt es allerdings ansehnliche Fleischwurstkringel. Dann teilt er den Erstürmern mit, dass für ihr leibliches Wohl gesorgt ist: Klomann lädt alle in „Rita’s Treff“ ein, wo ein Brunch bereitsteht.

 

Allgemeine Zeitung

Mittwoch, den 01.02.2017

 Tour durch den Narrenhimmel: Husaren Garde feiert 66-jähriges Jubiläum auf dem Lerchenberg

Von Uschi Bohn

LERCHENBERG – Das 66-jährige Jubiläum der „Mainzer Husaren Garde“ (MHG) ist Ergebnis des Engagements treuer Mitglieder. Das spürten viele Gäste der fünfstündigen Gardesitzung. Die „MHG Mainzelmännchen“ (Leitung: Bianca Rupprecht) sorgten für einen pfiffigen Auftakt. Die Narrenschar war bestens eingestimmt, bevor der Paukenschlag des vereinseigenen Trommlercorps (Leitung: Ivonne Konopka) das Komitee auf die Bühne geleitete. Sitzungspräsident Horst Kau verkündete: „6 mal 11 Jahre sin’ mer alt, zum ersten Mal am Lerchenwald.“

Das Showballett „Fun and Dance“ (Leitung: Tina Hesse) hatte als kesse Stewardessen schillernde Programmpunkte an Bord, die für närrische Turbulenzen sorgten. „Wolle mer’n ereu losse?“ hieß es beim Start mit Jochen Behrendt, der vom „Altstadtadel“ berichtete. Horst Kau und Jennifer Will versüßten als „Biene Maja und Willi“ den Flug zu Gott Jokus. Auf der Tour durch den Narrenhimmel hatten Karl Otto Eller und Stefan Thiele ihren „Google Translator“ dabei, der feststellte: „Das Knie is hie’ – statt Erotik totes Meer.“ Das Publikum dankte mit Zugabe, Ovationen und Klatschmarsch – gleiches gilt auch für Thomas Kaiser. In seiner Rolle als „Stadtschreiber“ nahm er Hinz und Kunz unter die Lupe.

  • WER WAR NOCH DABEI?

Musik und Tanz: Die Elsheimer Schnorressänger (Leitung: Roman Reiser, Michael Voll); „Die Meenzer Zibbelkappe“ (Sabine Biermann, Ferdinand Zylla, Karsten Selzer). Entertainer Alexander Herrgesell.

„Anschnallen“ hieß es beim Vortrag von Kai Schmitt, der, neu aufs Land gezogen, von Fahrplanproblemen sprach. Die hatte der Narrenflieger nicht, nonstop kam „Pit“ Rösch mit seinem Paukenschlag und mitreißenden Liedern auf die Bühne – im Gepäck den Song „Do war doch noch was“. Das Gardeballett „Tanzbärchen“ der Kasteler Jokusgarde (Leitung: Katja Mühling) sorgte für Furore. Mit „Hulapalu“ zeigten sich die „Sirona Boys“ als Power-Band (Leitung: Wolfgang Zwilling). Geister tanzten sich zu später Stunde in die Herzen der Jubelschar.

Diese Leistung des MHG-Showlbaletts (Leitung: Bianca Rupprecht) bewies, dass die roten Uniformen noch lange Markenzeichen der Garde sein werden. „Die Humbas“ (Leitung: Thomas Neger) brachten den Narrenflieger in Schräglage. Das Jubiläumslied „Vor 66 Jahren entstand die MHG“ erschallte vor der Landung.


Allgemeine Zeitung

Sonntag 29.12.2016

Die Leibgarde der Kurfürsten

Von Joe Ludwig

HUSARENGARDE Bei der Gründung 1951 war die komplette Mainzer Fastnachtsprominenz vor Ort

MAINZ – Wann immer über viele Aktivitäten und große Mühen zum Erhalt fastnachtlichen Brauchtums gesprochen wird, kommt man in Mainz auch nicht an der Husarengarde vorbei. Ihre in Rot gehaltenen Uniformen prägen in der Kampagne 2017 seit 6 Mal 11 Jahren das Bild unseres großen Volksfestes mit. Ein närrisches Jubiläum mit einem ungewöhnlichen Start.

Denn junge Männer der Mainzer Kolpingsfamilie, die bei ihrer dortigen Fassenacht Komiteemitglieder waren, regten 1951 an, eine Garde zu gründen. Und die sollte, wie bei anderen Garden auch, im Aussehen der Mainzer Tradition entsprechen. So entschied man sich für die Husaren. Die stellten nämlich vom 16. bis zum 19. Jahrhundert die Leibgarden der Mainzer Kurfürsten, und eröffneten 1787 die Fronleichnamsprozession in Mainz. Am 11.11.1951 fand im Kurfürstlichen Schloss die Gründungsversammlung statt, der neben Oberbürgermeister Franz Stein die gesamte Mainzer Fastnachtsprominenz beiwohnte. Ein Jahr darauf gab es im Saal an der Rochuskapelle bereits die erste Sitzung, und 14 Husaren ließen sich in ihren schmucken, roten Uniformen im Rosenmontagszug bewundern. Die Garde wuchs rasch, gründete den ersten Fanfarenzug in Mainz, und überwand auch die im Gardeleben oft entstehenden Turbulenzen.

Lob für Veranstaltungen in sozialen Einrichtungen

Mit Unterstützung des Verkehrsvereins richteten die Husaren 1961 und 1964 auf dem Weinmarkt Tambour- und Fanfarenzug-Wettbewerbe mit großer Beteiligung aus. Sehr beliebt waren und sind ihre aktiven Gruppen, von denen noch immer ein Trommlerkorps, die Mainzelmännchen und ein Show-Ballett viel von sich reden machen. Herren- und Damenkomitee sorgen neben dem von Udo Bitz seit 2009 geführten Vorstand für reges Gardeleben unter den 180 Mitgliedern, bei dem die Jugendarbeit mit im Vordergrund steht.

Viel Lob galt der Husarengarde auch für ihre Veranstaltungen in sozialen Einrichtungen. Man nahm unter den Klängen des Gardemarsches vom Treuen Husaren neben den Mainzer Reveillen auch oft an auswärtigen Umzügen und an zwei Rheinland-Pfalz-Tagen teil. Mit den Sitzungen zog man bald aus kleineren Sälen in das Kurfürstliche Schloss und zuletzt in das Hechtsheimer Bürgerhaus um.

Mit dessen Schließung schwingt Horst Kau bei der Jubiläumssitzung am 28. Januar 2017 im Bürgerhaus Lerchenberg die Präsidentenschelle. Am 25. und 27. Februar trifft man sich zum traditionellen, närrischen Feldlager im heimischen Neustadtzentrum in der Goethestraße.


Allgemeine Zeitung

Sonntag 20.11.2016

Mainzer Husaren Garde feiert 2017 mit Ehrengästen 66. Geburtstag

Von Mareike Keiper

ALTSTADT – Laut, gut gelaunt und munter – so gestaltete die Mainzer Husaren Garde ihre Kampagneneröffnung. Der Einmarsch des Trommelcorps stellte dies gleich zu Beginn unter Beweis. In dieser Manier ging es weiter unter dem Leitspruch „Mit Spaß an de Freud“, der auch die anstehende Jubiläumskampagne prägen soll: 2017 bringt für die Garde ein großes Jubiläum mit sich. 1951 gegründet, feiert sie 2017 sechs mal elf Jahre, also 66. Geburtstag.

Dabei gehört die Husaren Garde zu den wenigen Garden, die seit jeher ein komplettes Sitzungsprogramm auf die Beine stellen. „Zu einem solchen Ehrenfest gönnt man sich auch mal was, zur Hauptsitzung kommen zusätzlich bekanntere Künstler, wie die Humbas“, freut sich Schatzmeister Jens Knigge. Doch auch die Stammgäste, die seit vielen Jahren die Sitzungen der Mainzer Husaren Garde bespaßen, bleiben erhalten. So kamen zur Kampagneneröffnung die Meenzer Zibbelkappe vorbei, die mit Guter-Laune-Musik unterhielten. Die Jokus Garde zeigte mit Tanzmariechen und Tanzbärchen, was sie im Bewegungsrepertoire hat und der gebürtige Mainzer Jochen Behrendt stellte einen amüsanten Vergleich zwischen der früheren und der heutigen Altstadt auf.

  • HAUPTSITZUNG

Die Hauptsitzung der Husaren Garde findet am 28. Januar 2017 im Bürgerhaus Lerchenberg statt.

Einen Wermutstropfen gab es allerdings: Protokoller Rolf Gottschall, der das vergangene Jahr Revue passieren lassen sollte, war verhindert und konnte das Bühnenprogramm nicht bereichern. Auch einige andere Gruppen waren nicht voll besetzt, aber der stellvertretende Sitzungspräsident Karsten Lange beteuerte, das mache nichts, schließlich gehe es erst einmal darum, das Programm zu testen. „Wir machen eben heute die Light-Version“, fasste Sitzungspräsident Horst Kau zusammen. Trotzdem kamen drei Stunden unterhaltsames Programm zusammen, das vor Musik, Tanz und Komik nur so strotzte.

 

Allgemeine Zeitung

Donnerstag, 12. Februar 2015

Husaren-Garde lobt bei Ehrenoffiziersempfang

das Engagement vieler Mitglieder

Von Nathalie Nied

NEUSTADT – „Guck mal, Mama. Hier sind überall nur Alte über 30 mit Hut“, eröffnete Lisa Rupprecht in einem Zwiegespräch mit ihrer Mutter den Ehrenoffiziersempfang der Mainzer Husaren-Garde. Dort wurde das außerordentliche Engagement einiger Mitglieder geehrt.

Den Anfang hat das Mutter-Tochter-Gespann gemacht. Lisa Rupprecht wurde mit dem Jugendverdienstorden der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval (IGMK) ausgezeichnet. Mutter Bianca Rupprecht hat daraufhin neben Helma Bitz, Carmen Runkel-Fey sowie Marion und Ralf Denecke den silbernen IGMK Orden für langjähriges närrisches Engagement erhalten.

Auch das Rahmenprogramm hat überzeugt. Das Trommlercorps unter Leitung von Yvonne Konopka hat richtig auf die Pauke gehauen. Außerdem holte das Showballett (Leitung: Bianca Rupprecht) das Publikum von den Stühlen.

Weiter ging es mit der Ehrung der langjährigen Mitgliedschaft. Für elfjähriges Engagement sind Angela Blumer, Jens Knigge, Thomas Krebs, Hartwig Langnickel, Dieter Bernius, Marko Amon und Peter Palmai mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet worden. Dieselbige in Gold wurde Silke Best-Müller, Sabrina Bitz, Marion und Udo Denecke sowie Anneliese und Michael Müller für 25 Jahre Mitgliedschaft verliehen. Ganze 33 Jahre hatten Gertrud Skiwanek und Markus Vogler zu feiern. Zuletzt wurden Ralf Denecke, Andreas Bullmann, Alexander Horn und Nico Bitz für ihre 44-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Für Zuwachs bei den Ehrenoffizieren sorgten Johannes Klomann (SPD), Ortsvorsteher der Neustadt, und Stellvertreter Karsten Lange (CDU). Unmittelbar nach seiner Ernennung hat Klomann Jasmin Wolfert den Stadtorden für ihr Engagement in der Mainzer Fastnacht verliehen.

Die Ehrung des Herrenkomitees hat Sitzungspräsident Horst Kau vorgenommen. Neben Magarethe Kau wurden Udo Denecke sowie Marcus Mühling ausgezeichnet.

 

Allgemeine Zeitung

Montag, 02. Februar 2015

Bahn-Schelte und Guggemusik:

Mainzer Husaren-Garde im Hechtsheimer Bürgerhaus

Von Marion Schadek

MAINZ – „Wo wir hingehen, sind heute alle verkleidet“, erklärt Anna Grünewald vergnügt und stattet nacheinander fünf Bewohner der Flüchtlingsunterkunft Zwerchallee in der Straßenbahn nach Hechtsheim mit glitzernden Hüten, knallbunten Brillen oder Blumengirlanden aus. Die ehrenamtliche Helferin begleitet die jungen Männer zur Fremdensitzung der Mainzer Husaren-Garde 1951 e.V. – kurz MHG. Renate Runkel, langjährige MHG-Sitzungspräsidentin des Damen-Komitees, war Anna Grünewald bei einer Veranstaltung in der Zwerchallee begegnet und hatte kurzerhand Freikarten organisiert. Die jungen Leute werden von Sitzungspräsident Horst Kau begrüßt: „Schön, dass Sie da sind“, ruft Kau den jungen Männern zu, die aus ihrer Heimat fliehen mussten – und niemand zweifelt an der Ernsthaftigkeit seiner Worte.

Der Wiesbadener Stefan Fink, im echten Leben Bestattungsunternehmer, lässt als „Ein Weltmeister“ die Fußball-WM noch einmal Revue passieren, spannt aber den Bogen zum aktuellen Zeitgeschehen und erteilt in seinem Vortrag Pegida eine klare Abfuhr. Die Deutsche Bahn bekommt ihr Fett vor allem in Rolf Gottschalls Protokoll weg, der weiß, wovon er spricht, denn er pendelt täglich zwischen Mainz und Bonn.

 

  • WER WAR NOCH DABEI?

MHG-Trommler (Leitung: Yvonne Konopka), Dunja Weber von der Mainz-Kasteler Jokusgarde als Tanzmarie, Ballett „Die Tanzbärchen“, Kasteler Jokus Garde (Betreuer Katja und Markus Mühling, Dunja Weber), Ballett, „Fun and Dance“, Leitung Elke Schneider, „Tarantella“ TV Mainz-Hechtsheim

Wie aus dem echten Leben gegriffen ist Lisa und Bianca Rupprechts Zwiegespräch zwischen Mutter und Tochter oder das von Monika Denecke und Inge Bitz, die Einblick in das Seelenleben zweier alter Freundinnen geben. Jennifer Will und Horst Kau überzeugen als „Triennche und Baba“, während Alfons Kirsch den „Batscheler“ gibt und Mathias Gall als „singender Philosoph“ auftritt. Elisabeth de Jong verkörpert ganz allein beide Partner des Prinzenpaares und versucht, ihren Heinrich mit knallgelben Dessous zu reizen. Alexander Herrgesell und Peter Rötsch sorgen für Stimmungsmusik, Sabine Biermann, Ferdi Zyla und Carsten Selzer von der Band „Die Zippelkappe“ machen „Musik aus und für Meenz“. In den tiefen Dschungel geht es mit den Tänzerinnen des MHG-Showballetts (Ltg.: Bianca Rupprecht), das teils im Safari-Look, teils in Baströcken über die Bühne wirbelt. Die Elsheimer Schnorressänger nehmen den Saal mit auf eine musikalische Weltreise, lassen Frau Antje, eine Dirndl-Trägerin und eine bauchfreie Sambatänzerin über die Bühne toben und inszenieren einen musikalisch-verbalen Schlagabtausch zwischen einem säbelrasselnden Russen und einem schießwütigen „Uncle Sam“. Zum Finale gibt es Guggemusik mit den „Meenzer Nodequetscher“ unter der Leitung von Markus Dessauer.

 

 

Allgemeine Zeitung

Montag, 24. Februar 2014

„Klofrau“ muss Schlüssel abgeben

Von Lars Reusch

ERSTÜRMUNG Fastnachtsvereine nehmen Ortsverwaltung in der Neustadt ein

NEUSTADT – Die Festung ist gefallen, die Narretei hat übernommen: Neustädter Fastnachtsvereine erstürmten am Sonntag die Ortsverwaltung in der Leibnizstraße, um sie bis Aschermittwoch unter Kontrolle zu nehmen. Ortsvorsteher Nico Klomann samt Gefolge wurde gefangen gesetzt und dem – nicht gerade zahlreich anwesenden – närrischen Volk in Ketten präsentiert.

Dass Klomann dabei am ganzen Leib zitterte, hatte aber weniger mit seiner Gefangennahme als vielmehr mit seiner Aufmachung als Klofrau zu tun: Der blaue, ärmellose Kittel, der sein Unterhöschen noch so eben verdeckte, vermochte es nur bedingt, ihn vor den kühlen Temperaturen zu schützen. Und auch der Besen, den Klomann zur Verteidigung mitgebracht hatte, half ihm wenig: Schließlich musste er Schlüssel und Kasse dem „Gaadezwerg“, einem Jungmitglied der Mainzer Gaadefelder, überreichen. Klomanns Widerstand fiel freilich nicht besonders entschlossen aus, will er aus dem Amt doch sowieso ausscheiden. Der erste grüne Ortsvorsteher der Neustadt tritt nicht zur Kommunalwahl am 25. Mai an. Ihn zieht es stattdessen nach Mexiko, ins Heimatland seiner Frau. Drum verteilte er nach der Schlüsselübergabe noch einige mexikanische Ansichtskarten, auf denen er notierte: „Gracias por todo, adios y helau! – Danke für alles, tschüss und helau!“ Hinter Nico Klomann stand währenddessen sein Bruder Johannes im Pilotendress, der es wahrscheinlich gar nicht erwarten kann, Nico nach Mittelamerika zu fliegen. Schließlich tritt Johannes im Mai als Nachfolger seines Bruders an – aber nicht für die Grünen, sondern für die SPD.

Dass die ebenfalls anwesenden Ortsvorsteher-Kandidaten der CDU und der Grünen, Karsten und Thorsten Lange, auch denselben Nachnamen tragen, ohne Brüder zu sein, schließt diese personalpolitische Pointe ab – ganz ohne Tusch und Helau.

 

Mainzer Wochenblatt

Mittwoch, 19. Februar 2014

 

Allgemeine Zeitung

Montag, 17. Februar 2014

Von Björn-Christian Schüssler

Mit an Bord des Narrenfluges der Husaren Garde: die Elsheimer Schnorressänger.
Foto: hbz/Stefan Sämmer

MAINZ – Eigentlich in der Neustadt zuhause, hat die Mainzer Husaren Garde (MHG) am Samstagabend zielsicher Anflug auf närrischen Frohsinn im Hechtsheimer Bürgerhaus genommen. Mit Piloten, Lotsen und Stewardessen machte dabei das MHG-Ballett unter Leitung von Sabrina Rupprecht vor, wie man sich bei den Husaren einen vierfarbbunten Fastnachtsabend mit viel Helau vorstellt.

So spürten die Piloten der MHG-Maschine Norbert Hauk auf, der nach allerlei Pilzen Ausschau hielt. Seine Findlinge verteilte er im Publikum, doch Obacht: „bevor ihr die esst, nit erbleiche, tut besser jetzt schon die Getränkerechnung begleiche“. Der „Pilzpapst von Europa“ ließ sich für ein Sammelsurium an exotischen Pilznamen, mühevoll in reimende Verse gekleidet, zu recht feiern.

Abbene Domspitze

Da kurvte das MHG-Flugzeug schon über der nächsten Attraktion. Das Garde-Komitee unter Leitung von Horst Kau widmete sich als Moritatensänger der Katastrophe Hauptbahnhof, dem ZDF-Jubiläum oder auch dem maroden Rathaus. Toppen konnte dieses Mainzer Potpourri nur der närrische Stadtschreiber Thomas Kaiser, der von Richard-Wagner-Festspielen beim MCV, Kerosinregen über der Stadt, der „abbenen“ Domspitze, auf die nicht mal der Johannes Gerster steigen konnte, oder der Richtigkeit des Neger-Logos berichtete.

Der großen Politik widmete sich Protokoller Rolf Gottschall, der sich in feinem Zwirn auf der MHG-Landebahn eingefunden hatte, um zu beobachten, dass die NSA auch Merkels Fingerabdrücke beim SMS-Tippen nimmt. Überhaupt NSA: „Der Obama hat doch angekündigt, dass er seinen Partnern künftig besser zuhören möchte.“ Auch die Bahn („die macht nicht mobil, sondern geduldig“) und Uli Hoeneß („per Selbstanzeige wieder in die Schlagzeilen kommen“) blieben nicht ungerupft.

Im Landeanflug streifte der MHG-Jet noch die tanzenden Piraten und Saloon-Girls von Fun and Dance des TV Hechtsheim. Die Tanzgruppen unter Leitung von Elke Schneider brachten in prachtvollen Kostümen Stimmung in den Saal. Als die Maschine dann zum Stehen kam, trauten die Passagiere ihren Augen nicht. Denn auf der närrischen Rostra vereinten die Schnorressänger des ECV Elsheim „Kölner Bube, Meenzer Mädcher“. In den Kostümen der typischen Mainzer Fastnachtsfiguren und mit dem Kölner Dreigestirn zelebrierten sie unter Leitung von Michael Voll das Verlieben, Heiraten und den ersten Nachwuchs im überdimensionierten Kinderwagen. Eine schöne Idee.

  • WER WAR NOCH DABEI?

Musik und Tanz: MHG-Trommler (Leitung: Yvonne Konopka), Tanzmariechen Zoe Unger (Trainerin: Michaela Lorscheider), Meenzer Schoppenstecher Hans-Jürgen Gros, Die Zippelkappe (Sabine Biermann, Ferdi Zyla, Carsten Selzer), Meenzer Nodequetscher (Leitung: Markus Dessauer), Alexander Herrgesell (Saalmusik).

In der Bütt: Lisa Rupprecht (Eröffnung), Inge Bitz und Monika Denecke (zwei alte Freundinnen), Horst Kau (“Gott Jokus“), Stefan Fink (“Wandergeselle“).

 

Mainzer Wochenblatt

Donnerstag, 31. Januar 2013

Allgemeine Zeitung

Dienstag, 29. Januar 2012

Jagd auf Finther Wildschweine

Von Marcel Friedrich

 

Mainzer Wochenblatt

Donnerstag, 17. Januar 2013

 

Frankfurter Allgemeine

Mittwoch, 02. Februar 2013

 

Allgemeine Zeitung

Dienstag, 06. Februar 2012

Mit Humor und Liebe zum Detail

Von David Weber

HUSARENGARDE Fremdensitzung der Neustädter im Schloss besticht durch wohltuende Natürlichkeit

Bianca Rupprecht unterbricht sich selbst. „Nee, stimmt net“, sagt die Husarin. Sie befindet sich im „Zwiegespräch“ mit Udo Bitz, ihrem Bruder – und muss noch einmal neu zum Männerspott ansetzen, weil sie sich im Vers verheddert hat. Peinlich? Nö.

Die Fremdensitzung der Mainzer Husaren-Garde im Forstersaal des Kurfürstlichen Schlosses besticht nicht dadurch, dass sie perfekt durchgestylt ist, dass jeder Reim, jeder Ton und jeder Einsatz stimmt. Dass mal eine Stimme aus dem Off in den Vortrag von Anna-Sophie Pabst („Senioren und Technik“) platzt, dass Sitzungspräsident Horst Kau bei den Namen des Mainzer Prinzenpaars (Anna-Marie Kusche und Johannes Both) Schwierigkeiten hat – es wird der Jahreszeit und dem Sinn der Veranstaltung entsprechend mit Humor genommen.

Die Sitzung der Neustädter wird eben gerade durch ihre Unperfektheit so sympathisch.

Zeit für persönlichen Dank an die Beteiligten

Schön, dass man hier Zeit hat, um sich nach dem Showballett der M.H.G. oder dem Auftakt der kleinen Mainzelmännchen der Husaren (die Leitung hatte jeweils Bianca Rupprecht) bei jedem Beteiligten persönlich zu bedanken.

Schön auch, dass sich die Büttenredner über sich selbst lustig machen: Elisabeth de Jong als „Wutz im Garde“, die mit Trennkost wieder ihr altes Gewicht erreichen will und sich beim Nordic Walking „mit dene saublede Stöcke“ in ihre schrumpfenden Füße sticht. Oder Gisela Abels und Rainer Forg in ihrem polarisierenden Zwiegespräch „Fassenacht ist Männersache“.

Während „Stammtischbruder“ Horst Kau am liebsten einfach „deheem – fort“ ist, liegt Rudi Hubes Revier „uffem Meenzer Markt“. Der „Gunsenumer“ hat Kundschaft (Sohn Achim) und erzählt von Äppelkernen, „druffgerabbelten“ Salaten aus Bretzenheim und „Finther Tomatensupp’“ („heißes Wasser im rode Deller“). Optischer Höhepunkt des Abends ist die Lichtshow der „Glühwürmchen“ (Leitung Sabrina und Patrik Siebenhaar).

WER WAR NOCH DABEI?

Musik und Tanz: Mainzer Rittergilde (unter der Leitung von Andreas Göttelmann), Tanzbärchen Kasteler Jokus Garde (Leitung: Katja Mühling), Stimmungstrio „Die fidelen Husaren“ (Elmar Theisen, Horst Kau, Ortwin Schunk), Partygang „no name“ (Leitung: Horst Nemeth), Trommler der M.H.G. (Leitung: Sabrina Siebenhaar), Männerballett „Urwaldmenschen“ (Leitung: Eva Urgiebel), Fun and Dance Girls TV Hechtsheim, Elsheimer Schnorressänger in Troja (Leitung: Roman Reiser).

Vortrag: Rolf Gottschall (Protokoll), Thomas Kaiser (Mann vom statistischen Bundesamt), Castingshow Herrenkomitee (Leitung: Horst Kau

Für Marktschreier Rudi Hube, ein urig-echtes Gunsenumer Gewächs, ist Finther Tomatensuppe nichts anderes als heißes Wasser im roten Teller… Foto: hbz /Judith Wallerius

 

Mainzer Wochenblatt

Donnerstag, 26. Januar 2012

 

Allgemeine Zeitung

Montag, 02. Januar 2012

Prächtiger Auftakt der Kampagne

Früh übt sich, wer ein Gardist werden will.

Die Husarengarde war eine von 20 Formationen, die durch Mainz zogen.     Foto: hbz / Stefan Sämmer

 

Allgemeine Zeitung

Dienstag, 22. November 2011

Kleine Trommler geben den Takt vor

Von Melanie Malsch

AUFTAKTSITZUNG Mainzer Husaren Garde startet in die laufende Kampagne

Mit einer neuen Ordensserie startet die Mainzer Husaren Garde in die laufende Kampagne. Als erstes Motiv schmückt das Rathaus den Orden, in den kommenden Jahren sollen weitere Mainzer Baudenkmäler folgen.

Die Verleihung der Orden bildete der Mittelpunkt des Auftakts der Husaren Garde am vergangenen Wochenende in der Neustadt. Durch das Programm führte der Erste Vorsitzende des Vereins, Udo Bitz. Persönlich übernahm er die Verleihung der Orden, um seine Gardisten „ordentlich ins neue Jahr zu schicken“. Die Eröffnung der Veranstaltung übernahmen die Jüngsten des Vereins, die 5- bis 12-jährigen Mainzelmännchen der Mainzer Husaren Garde.

„Wir sind eine Familiengarde, bei uns kommen mehrere Generationen zusammen, jedes Familienmitglied übernimmt eine Funktion und schon die Kleinen treten auf“, freut sich Bianca Rupprecht, Sprecherin der Husaren. Auch im Kreise der Trommler sind die jüngsten Musiker erst sechs Jahre alt.

Die Mainzer Husaren Garde investiert viel in die Jugendarbeit und freut sich immer über Zuwachs. Interessierte sind stets eingeladen. Rupprecht betont: „Wie in jedem Jahr steht und fällt das Programm mit dem Engagement der Aktiven“. Deshalb bezeichnet sie als Highlights der Kampagne die Programme der Aktiven, wie den „fidelen Husaren“ und des „Showballetts“.

Laut des ersten Vorsitzenden Udo Bitz liefert Rolf Gottschalk mit seiner pointierten Sprache „einen ungewöhnlichen Beitrag für einen Protokoller“. In seinem närrischen Jahresrückblick werden Kate und Wilhelm genauso mit Spitzen bedacht, wie der schlechte Sommer und das EHEC Virus.

 

Mainzer Wochenblatt

Donnerstag, 10. März 2011

 

Allgemeine Zeitung

Montag, 22. Februar 2011

Gott Jokus kommt persönlich

Von Hannah Weiner

HUSAREN GARDE Nachwuchs ganz groß beim 60. Geburtstag des Vereins

Mit einem „dreifach Hoch der Vaterstadt“ eröffnete der vereinseigene Nachwuchs, die „Mainzelmännchen“, die Sitzung der Mainzer Husaren Garde 1951 e.V. (MHG) im Kurfürstlichen Schloss. Eine bunte Narrenschar zelebrierte gemeinsam mit der Garde gebührend deren 60. Geburtstag.

Mit Musik, Tanz und Vorträgen war besonders die Jugend stark vertreten. So begeisterten etwa die kleinen Husaren als trommelnde Küken mit dem „Ententanz“. „Casting-Show-Bewerberin“ Anna-Sophie Pabst berichtete aus der Bütt von ihrem Versuch, mit „Heile Gänsje“ bei Dieter Bohlen zu punkten, kam aber zu dem Entschluss: „Mein Talent ihr Fernseh-Helde’ soll allein der Fastnacht gelde’.“

Auch der tanzende Nachwuchs ließ nichts zu wünschen übrig. Gleich zwei grazile Tanzmariechen beeindruckten mit Haltung und Eleganz – Daniela Lainka aus der Jocus-Garde und als Überraschung von der Nürnberger Fasnachtsgilde Anna Winter. Im Matrosen-Outfit gab auch das MHG-Showballett unter der Leitung von Bianca Rupprecht ihr Können zum Besten.

Natürlich brillierte nicht nur der Nachwuchs: „Protokoller“ Rolf Gottschall ließ sich im Jahresrückblick einen Seitenhieb auf „Freiherr von und zu auf und davon Guttenberg“ nicht nehmen. Beim Zwiegespräch „Mann contra Frau“ von Bianca Rupprecht und Udo Bitz kam es zum Geschlechterkampf im Publikum mit weiblichem Augenverdrehen und männlichem Gejohle. Als das „Ave Maria“ ertönte, erschien dem närrischen Volk sogar „Gott Jokus“ (Horst Kau) persönlich. Im weißen Gewand berichtete er von seinen Erfahrungen mit der fünften Jahreszeit, etwa dem „betreuten Schunkeln“ auf Ü-90-Sitzungen. Da es anlässlich des 60. Ehrentages der Garde natürlich eines Prinzenpaares bedarf, ließen sich „Prinzessin Franziska Josephine die 4 3/4“ (Franz-Josef Mautschka) und „Prinz Elmi von Trier“ (Elmar Theisen) mit eigenem Hofstaat (gesamtes Komitee) auf der Bühne feiern. „Helau, helau, helau“, hieß es bei den „Fidelen Husaren“ (Horst Kau, Elmar Theisen, Ortwin Schunk). Mit klassischen Fastnachtsliedern sorgten sie für „Schunkel-Stimmung“. Zum Finale gab es etwas für Auge und Ohr: Die „Elsheimer Schnorressänger“ entließen singend und märchenhaft verkleidet gemeinsam mit der Husaren Garde die Narren nach einem bunten Abend.

WER WAR NOCH DABEI?

In der Bütt: Hans-Jürgen Gros (als „Schoppenstecher“), Rosi Wojtyniak (als „Tennisstar“), Rudi und Achim Hube (Reisebüro Gonsbach), Renate Runkel und Wanda Andrus (Nachbarinnen-Zwiegespräch)

Musik und Tanz: „No Name“ (Partyband), Mainzer Ritter Gilde (Musikshow), „Die Tanzbärchen“ (Gardeballett; Leitung: Katja Mühling und Daniela Lainka), Ballett „Fun & Dance“ vom TV Hechtsheim (Leitung: Elke Schneider), MHG Trommlercorps (Leitung: Yvonne Knopka und Sabrina Siebenhaar)

 

 

Allgemeine Zeitung

Montag, 07. Februar 2011

MAINZER HUSAREN GARDE Deiwelsweiber bieten urige Unterhaltung im Weinhaus

(nsp). Die Tradition der Weinhaussitzungen hat sich lange Jahre schlafen gelegt und ist nur selten aufgewacht. Das enge, urige Gefühl solcher Sitzungen machen diese Veranstaltungen sympathisch und familiär. Zum 60. Geburtstag der Mainzer Husaren Garde 1951 e.V. fand nach längerer Zeit die 1. Weinhaussitzung der MHG-Deiwelsweiber im Weinhaus Kurfürst in der Neustadt statt. Am Samstagabend führte die Präsidentin Carmen Runkel-Fey im vollbesetzten Weinhaus durch das Programm.

Zum Einstieg wurde die Belegschaft des Weinhauses mit dem Hausorden geehrt. Das Unterhaltungsprogramm führten dann die MHG-Mainzelmännchen, die Kleinsten der Garde, unter der Leitung von Bianca Rupprecht an. Gefolgt vom Trommlercorps „Treuer Husar“, angeführt von Yvonne Konopka und Sabrina Siebenhaar. Selbst die kleinsten Trommler gaben kräftig den Ton an. Für die musikalische Unterstützung waren die „Fidelen Husaren“ am Akkordeon, an der Gitarre und mit Gesang aktiv.

Als erster Redner wurde der Protokoller des MNC, Dr. Florian Sitte, hereingelassen, welcher eine äußerst moderne Art der Büttenrede, unterstützt von multimedialen Hilfsmitteln, vortrug. Bewaffnet mit Laptop und Powerpoint-Präsentation wurde dem Publikum das vergangene Jahr humorvoll vor Augen geführt und mit sehr vielen guten Pointen war es ein gelungener Start in den närrischen Abend.

Auch aus den eigenen Reihen wurden manche Redner in die Bütt gelassen. In einem Zwiegespräch zeigte das Deiwelsweib Bianca Rupprecht ihre Stärke dem männlichen Konterpart Udo Bitz gegenüber. Ein heißer Dialog, der die Abgründe der Ehe aufzeigte und trotzdem deutlich machte, dass es nicht ohne funktionieren kann. Auch Horst Kau, Mitglied der „Fidelen Husaren“ und Sitzungspräsident war als „Gott Jokus“ eine Freude und begeisterte die gesamte Runde.

WER WAR NOCH DABEI?

Bettina Link (Gästeführerin in Mainz), Adi Guggelsberger (MNC: Sitzungs- und Vizepräsident), Marktfraa (Ingrid Klaus MNC), Flugkapitän – Pit Cock (Bernhard Kessel), Fidelen Husaren (Ortwing Schunk, Elmar Thiesen, Horst Kau)

 

 

Allgemeine Zeitung

Montag, 03. Januar 2011

 

Allgemeine Zeitung

Dienstag, 09. Februar 2010

Husaren setzen auf Brunnen

(ok). Beim Ehrenoffiziersempfang der Mainzer Husaren Garde (MHG) im Neustadtzentrum wurde eins deutlich: Tradition wird groß geschrieben in der Mainzer Husaren Garde. Seit 22 Jahren ziert immer ein Mainzer Brunnen den Orden der Korporation. Auf dem aktuellen Kampagnenorden sei “der letzte Schwengelbrunnen von Mainz” dargestellt, der in der Hänleingässchen in der Altstadt zu finden sei, verriet der erste Vorsitzende der MHG, Udo Bitz. Dass die Brunnenorden hohen Stellenwert bei Sammlern haben, bemerkte die Präsidentin der “Deiwelsweiber” der MHG, Carmen Runkel-Fey. “Die wollen die Serie komplett haben”, und so werde es wohl auch diesmal Anfragen wegen des Brunnenordens geben. Dass das Herz der MHG nicht nur für die Fastnacht schlägt sondern für Kinder, stellt deren Soziales Engagement unter Beweis. Beim Empfang spendeten die Mitglieder insgesamt 666 Euro für die Kindernotaufnahme der Stiftung Juvente in Mainz. Darüber hinaus lädt die MHG Kinder aus der Kinderaufnahme zu einer ihrer Fastnachtsveranstaltungen ein. “Das sind Erlebnisse, die unsere Kinder nie vergessen”, freute sich die Leiterin der Kindernotaufnahme, Sabine Sander.

Des Weiteren standen Ehrungen auf dem Programm: Die Goldene Ehrennadel für 25 Jahre Gardezugehörigkeit erhalten Stephanie Kristan-Bender, Elsa Berninger und Erich Karolus. Den Komiteeorden bekommen Udo und Willi Weber. Der Stadtorden geht an Franz-Josef Matschka.

 

Allgemeine Zeitung

Dienstag, 09. Februar 2010

Schwungvolle “Deiwelsweiber”

HUSAREN-GARDE Stolz auf eigene Aktive

AZ-Jokus geht an Bianca Rupprecht für Ihre Flexibilität im Verein

(ubo). Die Mainzer Husaren Garde (MHG) kann stolz sein auf eigene Aktive. Das gefiel Gott Jokus zur Deiwelsweiber-Sitzung im Neustadtzentrum. Mit Sitzungspräsidentin Carmen Runkel-Fey wurde bald klar, dass die MHG eine Vielzahl aktiver Fassenachter zu bieten hat.

Von den “MHG-Mainzelmännchen” angefangen bis hin zum Vorsitzenden Udo Bitz hatten die Akteure ihre Rollen im Griff. Der Auftakt der “Klääne” wurde begeistert beklatscht und somit das Komitee auf die Bühne geholt. Die Bütt wartete auf Bianca Rupprecht als “Chronistin”, die ihre Rede endete: “Meenz muss ebe so was habbe, ich kann da drüber nit mehr lache.”

Von seinem Notdienst erzählte Udo Bitz als “Student”. Von Teenageraufklärung bis zum Casanova war er der Mann für alle Fälle. “Wolle mern ereu losse”, das galt Horst Kau als “Bäcker”, der für Zimtschnecke Susi und Freibier-Fritz “Uiuiui” kassierte. Schoppestecher Hans-Jürgen Gros packte heikle Meenzer Themen an und ließ für OB Jens Beutel die Sonne auf Capri untergehen.

Stimmgewaltig zeigte sich Thomas Kaiser als “Jean von de Altstadt”. Mit Power brachte er Schilderungen von seiner “Fraa”. Mit “Settche und Bettche” (Renate Runkel und Wanda Andrus) ging es teuflisch weiter.

Das Kinderballett “Schnappi” aus Wiesbaden traute sich unter der Leitung von Galina Tinnis auf die närrische Rostra. Jasmin Wolferts Auftritt als “Singende Gardistin” forderte Mut. Die MHG-Showtanzgruppe erinnerte an die 50er Jahre mit einer sehenswerten Choreographie von Udo Bitz.

Unter dem Motto “Ferien auf dem Ballermann” starteten die “Deiwelsweiber” in den zweiten Teil. In ihren Solo-Auftritten sangen sie “Hol das Lasso raus” und andere Songs. Dass das Herren-Komitee inzwischen Platz genommen hatte, störte die Frauen nicht, denn auch das Männerballett “Hit-Mix” von der “Harxheimer Carneval-Gesellschaft” (HCG) wagte seinen Auftritt unter Teufelinnen.

Das MHG-Stimmungstrio “Die fidelen Husaren” (Horst Kau, Ortwin Schunk, Elmar Theisen) zeigten sich als Treffer zum Finale.

 

 

Allgemeine Zeitung

Mittwoch, 03. Februar 2010

Neuigkeiten aus Meenz

Von Uschi Bohn

AZ-Jokus geht an die Jugendgruppe “Mainzelmännchen” für Ihren Mut als “Eisbrecher” im Eröffnungsspiel

HUSAREN GARDE Kokolores-Nachrichten überzeugen Narrhallesen

“Husarengard` ereu marschiert!” Diesem Aufruf der MHG-Jugend, den “Mainzelmännchen”, folgten die Komiteeter der “Mainzer Husaren Garde” (MHG) zur Sitzuung gern. Quirlig und bestens vorbereitet startete der Nachwuchs, die Großen standen in nichts nach. Wie “Fassenacht geht” lernten sie vom Verein, der auf der Bühne ein fünfstündiges Programm präsentierte.

Bianca Rupprecht hatte nicht nur die Leitung der Kids, sie schlüpfte noch in die Rolle der “Chronistin”. Neuigkeiten aus “Meenz,” wie das Alkoholproblem an Fastnacht, kommentierte sie mit der Bemerkung: “Darüber kann ich nit mehr lache.” Mit Klatschmarsch und Raketen führte Sitzungspräsident Horst Kau gekonnt durch den Abend. Protokoller Rolf Gottschall nannte es ein Gewinn, mit der MHG die Zeit zu verbringen und gab einen Jahresrückblick mit den drei “A” der 05er: “Abwehr, Angriff, Angagement.”

Thomas Kaiser schilderte als “Jean aus de Altstadt” seine Arbeitssuche mit der Erkenntnis, dass er seine Babett besser “schaffe” lässt. Als “Ein Bäcker” ließ sich Kau dann selbst “ereu” und entfachte mit Witzen Lachsalven in der Narrhalla.

Im Zwiegespräch folgten Renate Runkel und Wanda Andus als “Zwei Nachbarinnen” mit urkomischem Kokolores. Zugaberufe kamen von der Narrenschar auch für Gisela Abels-Lahr in der Rolle als “Reporterin” mit der Behaup- tung: “Journaliste habbe für alles un gar nix Zeit.” Mit einem hochkarätigen Vortrag überraschte Rudi Hube als “Gonsenheimer Radiohörer”, der seinen eigenen Sender mit Meldungen “knapp und korz” im Schlafanzug vorstellte, denn “im Radio sieht mer des nit.” Sein gelungener Kokolores ließ die Leitungen auf Welle 111 glühen. Vor allem bei der Meldung: “Ein Finther mit einem Gunsenumer Ohr” waren alle ganz Ohr. Großer Applaus war ihm sicher.

Stimmung entfachte das MHG-Trio “Fidele Husaren” (Horst Kau, Ortwin Schunk, Elmar Theisen) mit dem Lied Die “Es war einmal ein treuer Husar.” Die Treue hielt das Publikum, das mehr Lieder einforderte. Mit dem Showballett “Fun & Dance” erlebten alle heiß getanzte Rhythmen aus dem Dschungel (Leitung Elke Schneider). Ohne Zugabe kamen sie nicht von der Bühne.

Das Komitee zeigte im Badedress, wie Synchronschwimmen auf der Bühne geht, doch beim Baden ging keiner baden, der Gag gefiel der Narrenschar. “Die Glühwürmchen” ließen Teddy und Teufel tanzen und zeigten mit ihren Leuchtstäben den Weg zu Gott Jokus. Zum Ende machten “Die Elsheimer Schnorressänger” Furore mit ihrer Feststellung: “Humor ist, wenn man trotzdem lacht”, vor allem wenn Akrobatik dabei ist, unter der Leitung von Roman Reiser.

 

 

Allgemeine Zeitung

Samstag, 02. Januar 2010

5. Januar 2010 – Tag 58 – Egalité Liberté Fraternité

Es war nur eine kurze Strecke bis zur nächsten Station der Reise. Mit dem brüllenden Bären im Rücken verließ ich rasch Hessen, und erreichte am anderen Ufer des Rheines Rheinland-Pfalz. Als Provinzfranke des Flächenstaates Bayern, hatte ich nicht damit gerechnet schon wieder das Bundesland zu wechseln. Die Reise aus Lippertsgrün zum Landtag in Bayern dauerte mehrere Wochen, und selbst auf direktem Weg beträgt die Entfernung ca. 290 km. Wie es der Zufall so wollte war ich jetzt in der Landeshauptstadt Mainz gelandet. Die Landtagsabgeordneten können mit einem Blick aus dem Fenster Richtung Norden sogar den Kollegen aus Hessen zuwinken. Diese sitzen nämlich in Wiesbaden, das weniger als 14 km entfernt liegt. Das ganze kam mir sehr seltsam vor. Sicher ist der Grund für diese hohe Zahl von Landesregierungen auf kleinstem Raum, dass die Ministerpräsidenten zu Ihren Sitzungen im Bundesrat Fahrgemeinschaften bilden können. Somit ersparen sie dem Steuerzahler riesige Summen. Ein Vorteil geschichtlicher Entwicklungen… Aber Mainz ist nicht nur Hauptstadt, sondern auch Hochburg! Ja genau – eine Hochburg des Karneval in Deutschland. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen! In den verschiedensten Geschäften und bei Passanten fragte ich mich Stück für Stück durch, um an Informationen über die Geschichte des Karneval zu kommen. Da die „Määnzer“ mit Leib und Seele diesen Brauch ausleben, konnten mir auch sehr viele Leute nützliche Infos geben. Über 70 Vereine stehen im Zeichen der Mainzer Fastnacht, die ihre Wurzeln im 13. Jahrhundert hat. Es entwickelte aus einem unorganisierten Volksfest zu einem Ereignis, dass später selbst am Hofe des Kurfürsten gefeiert wurde. Im 17. Jahrhundert beispielsweise, wurden die Rollen am Hof durch Losverfahren neu verteilt. Die Ersten Machtübernahmen der Narren haben in diesem Brauch, „Mainzer Königreich“ genannt, vermutlich ihren Ursprung. Erst 1775 setzte der letzte Kurfürst Friedrich Karl Joseph von Erthal diesem Treiben ein Ende – die Maskenbälle jedoch gingen in Gesellschaft der Oberschicht des Volkes weiter. Ausgangspunkt der modernen Mainzer Fastnacht war zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein Erstarken des Bürgertums. Die Suche nach neuen Formen gesellschaftlicher Zusammenkunft lenkte die Blicke nach Köln, wo 1823 eine Reform der Fastnacht stattgefunden hatte. Neu war das Abhalten von Sitzungen und ein Rosenmontagsumzug. Die Mainzer griffen diese Idee auf und 1837 kam es dann zum „Krähwinkler Landsturm“ – der als erster Umzug in Mainz abgehalten wurde. Am 26. Februar 1838 wurde der erste „Fastnachtmontagszug“ durchgeführt, dessen Grundzüge bis heute weitestgehend erhalten sind. Politisiert wurde die Fastnacht erst einige Jahre später. Beispielsweise findet die Narrenzahl 11 auch hier ihren Ursprung. Die Stadt wurde regelmäßig französisch besetzt. Die Besatzer trugen auf ihren Mützen den Leitspruch der französischen Revolution – Egalité, Liberté, Fraternité – E.L.F. Die Narren machten daraus die Zahl 11, die einige Garden bis heute auf Ihren Mützen tragen.

Echt erstaunlich was die Geschichte alles hervor gebracht hat….

Bei meinem Bummel durch die Stadt traf ich auch auf Horst Crössmann, den Vorsitzenden des Bezirkes Mainz/Rheinhessen. Er zeigte mir die Innenstadt bei einer kleinen Privatführung,  und schilderte viele weitere spannende Aspekte über die laufende Karnevalssession und die Geschichte der Stadt. Nach einem kurzen Fotoshooting am Platz vor dem Staatstheater musste ich auch leider schon Abschied nehmen.In Rheinland-Pfalz gibt es noch einen Ort, der auf meiner Route nicht fehlen darf. Könnt ihr Euch denken welchen?

Viele liebe Grüße

Eure Stadtkasse der Stadt Naila

 

Allgemeine Zeitung

Dienstag, 17. Februar 2009

Närrisches Grundgesetz gilt

Ortsverwaltung Neustadt in fremder Hand

(dri). Die Ortsverwaltung der Neustadt ist ab sofort in närrischer Hand, der Ortsvorsteher ist abgesetzt. Bis zum Aschermittwoch lauten die Regierungsfarben Gelb, Rot, Blau und Weiß – und es gelten die Regeln des närrischen Grundgesetzes.

Nach einem gemeinsamen Festumzug der beteiligten Vereine des Vereins- und Kulturrings Mainz-Neustadt (VRK), die mit bunten Kostümen und lauter Musik durch die Nack- und Josefsstraße marschierten, klopften die Narren vehement an die Tür der Ortsverwaltung, wo sich Ortsvorsteher Gerhard Walter-Bornmann zwar nach Leibeskräften gegen die Erstürmung, die vom VRK bereits seit 1997 organisiert wird, zur Wehr setzte. Schließlich musste er jedoch “die Übermacht der Narren” anerkennen und sich traditionsgemäß verhaften lassen. Er übergab die chronisch leere Kasse der Ortsverwaltung sowie den obligatorischen Schlüssel an die Narren und überließ ihnen somit offiziell die Regierungsgeschäfte. In Handschellen gelegt und an den Pranger gestellt, musste Ortsvorsteher Walter-Bornmann anschließend mit musikalischer Unterstützung der Garden, wie unter anderem den “Meenzer Herzjern” oder der “Husarengarde”, durch die Straßen zum Neustadtzentrum ziehen.

In ihr neues Amt eingeführt, verkündeten die Narren dort selbstbewusst das närrische Grundgesetz. Um endlich aus den Fesseln entlassen zu werden, musste sich Walter-Bornmann unter anderem “zum Besuch aller Feldlager bis zum Aschermittwoch” verpflichten. Anschließend verlieh der Ortsvorsteher verdienten Fassenachterinnen und Fassenachtern des Vereins- und Kulturrings Neustadt den Stadtteilorden.

“Hilfe , ich bin ein Ortsvorsteher, lasst mich hier raus.” Gerhard Walter-Bornmann ist an den Pranger gestellt und muss den obligatorischen Schlüssel an die Narren abgeben. Foto: hbz/Kristina Schäfer

 

Allgemeine Zeitung

Samstag, 14. Februar 2009

 

Mainzer Rhein-Zeitung

Dienstag, 10. Februar 2009

 

Allgemeine Zeitung

Dienstag, 10. Februar 2009

 

Wochenblatt Mainz

Donnerstag, 27. November 2008

Bedenkenlos ins Visier genommen

 

Allgemeine Zeitung

Dienstag, 18. November 2008

Husarengarde bietet Deftiges zur Fastnacht

ubo. Die Mainzer Husaren-Garde (MHG) gab mit ihrem traditionellen Schlachtfest in der Neustadt schon einmal einen Vorgeschmack auf die kommende Fastnachtskampagne. Dabei zeigte sich der Erste Vorsitzende Josef Bitz mitsamt seinem Herrenkomitee als Allrounder.

“Do wird die Sau geschlacht”, sangen alle und bewiesen als Köche den Mitgliedern und Gästen, dass Deftiges zur Fassenacht gehört. Gut gewürzt bot die MHG ihr närrisches Programm, moderiert von Sitzungspräsident Horst Kau. Musiker Alexander Herrgesell sorgte für Stimmung.

Nach dem gelungenen Auftakt der “Mainzelmännchen”, die als “klääne Borzel” (Lisa Rupprecht, Lea und Yannick Wichermann) begeisterten, zeigte sich das Trommlercorps mit seinem Nachwuchs gut gerüstet. “Ereu mitem”, galt Rolf Gottschall, der im Protokoll das Weltgeschehen glossierte.

“Chronistin” Bianca Rupprecht schilderte ihren Stadtbummel mit der Bemerkung: “Meenz muss ebe so was habbe, ich kann da drüber nit mehr lache.” Zwischen Schunkelrunden zeigte das MHG Showballett einen gelungenen Piratentanz. Ihre “Dates” schilderte Uschi Bohn als “Ehegeschädigte”.

Gisela Abels-Lahr heizte den “Worschtkessel” an als “Selma Senkel”, und Bernd-Peter Köhler berichtete, warum er bei Mama am besten aufgehoben ist. Mit dem Lied “Mondlicht” zeigte Jasmin Wolfert, dass sie in verschiedene MHG-Rollen schlüpfen kann.

“Die Glühwürmchen” bewiesen mit ihrer Leuchtshow, dass Gott Jokus erneut vierfarb-bunt erstrahlen wird. Horst Kau ging in seinem Vortrag auf Talentsuche. Mit dem Stimmungstrio “Die Fidelen Husaren” (Elmar Theisen, Horst Kau, Manuel Runkel) endete das närrische Schlachtfest. Neustadt-Ortsvorsteher Gerhard Walter-Bornmann ehrte Renate Runkel (41 Jahre Mitglied) und Manfred Bitz (36 Jahre Mitglied) jeweils zum 70. Geburtstag.

 

Karibischer Abend (04.10.2008)

jup. NEUSTADT Beim traditionellen Themenabend der Mainzer Husaren-Garde (MHG) stand diesmal alles unter dem Motto “Karibik”; durch das kurzweilige Programm führte Udo Bitz. Die Show begann mit einer Tanzeinlage der “Island Dancers”. Beim Karibik-Quiz konnte das Publikum beweisen, wie gut es sich über die Region informiert hatte. Das Show-Ballett der Husaren-Garde zeigte mit einem Piratentanz ihr neues Programm für die Kampagne 2008/2009. Und die Friseurin Marion Denecke präsentierte Sommerfrisuren. Als Höhepunkt des Abends wurde das beste Kostüm prämiert, abschließend die Tombola veranstaltet. Nun können sich die Gäste auf die “Närrische Eröffnung” am 15. November freuen.

 

Allgemeine Zeitung

Donnerstag, 31. Januar 2008

Narren bereit

ubo. NEUSTADT Zum Sektempfang begrüßte die Mainzer Husaren-Garde (MHG) viele Gäste im Neustadtzentrum. Lyra-Klänge sorgten für den Narrhallamarsch, das Lied “Es war einmal ein treuer Husar” begleiteten die Anwesenden mit dem Klatschmarsch. Der Erste Vorsitzende Josef Bitz bezeichnete die traditionelle Veranstaltung als Einstimmung auf die tollen Tage.

Von den 200 Mitgliedern freute sich eine Vielzahl auf ihre Auszeichnung mit der Silbernen Ehrennadel für elfjährige Treue zum Verein. Für 25-jährige Mitgliedschaft hatte Udo Bitz für Jennifer und Horst Kau, sowie Sven Denecke die Goldene Ehrennadel parat. Das Verdienstkreuz erster Klasse ging an Sabrina Bitz, zweiter Klasse an Thomas Rupprecht und das Verdienstkreuz “Sonderklasse” erhielt Anja Wichermann.

Den Gardestern tragen ab sofort Monika Denecke, Brigitte Steinke und Udo Bitz. Zum Ehrenoffizier wurde Rolf Gottschall ernannt, zum Gardespieß Thomas Rupprecht.

Den Verdienstorden vom MHG-Herrenkomitee nahmen Renate Runkel, Siegfried Herrgesell und Peter Bierke in Empfang. Wolfgang Sutter, Generalleutnant der Garde der Prinzessin (GdP) überreichte als Überraschung den MHG Gründungsorden von 1952.

Ortsvorsteher Gerhard Walter-Bornmann (SPD) zeichnete Patrizia Färber mit dem Stadtorden aus für besondere Verdienste.

Ein dreifach donnerndes Helau galt allen Geehrten, Aktiven, den Helfern vor und hinter den Kulissen sowie dem vereinseigenen Showballett, das für vierfarbbunte Unterhaltung sorgte unter der Leitung von Bianca Rupprecht.

 

Allgemeine Zeitung

Mittwoch, 30. Januar 2008

Es funkt im Forstersaal

Husaren-Garde überzeugt mit viel Musik und Tamtam

Trommler, Ballett und Musikgruppen standen bei der Fremdensitzung der Mainzer Husaren-Garde (MHG) im Kurfürstlichen Schloss hoch im Kurs. Ertönte die Musik, ob aus Instrumenten oder vom Band, dann sprang der Funke im Forstersaal über.

Von Björn-Christian Schüßler

Dem “Selbstkurer” Bernd-Peter Köhler gehörte die erste Schunkelrunde. In seinem Lied überwand er Kopfweh, Tinnitus und Kreuzschmerzen durch den Griff zum Weinglas. Nach acht Strophen hatte er keine Beschwerden mehr, “außer die Zung so schwer in der Schnut”. Dass auch andere gut mit Getränken versorgt wurden, darum kümmerte sich das Service-Personal. Für dieses und die schwierige Tätigkeit in der Fastnacht brachen die Familien Bitz, Rupprecht und Wichermann eine Lanze.

Jasmin “das Mausi” Wolfert steckte dagegen an und gab das Signal für die Wirbel- und Rhythmikdarbietung der MHG-Trommler, die die Garden auf die Bühne geleitet hatten. Doch erst den Tugendbolden um Michael Kuhn und Paolo Lazzarotti gelang mit ihrer unterhaltsamen Fastnachtsliedershow in glitzernden Anzügen, begeisterte Stimmung in den Saal zu zaubern. Auch bei Sambarhythmen der Mainzer Rittergilde kochten die Emotionen hoch. Andreas Göttelmann, seine Bläser und Schlagzeuger entführten auf einen “Tequila” nach Mexiko und an die Strände der Copa Cabana. Überhaupt hatten Sitzungspräsident Horst Kau und sein Komitee ein kluges Händchen beim Ballett bewiesen. Die eigene Majorettengruppe “Die Glühwürmchen” unter der Leitung von Sabrina und Patric Siebenhaar bot eine überzeugende Lichtshow.

Ein Schmankerl hatte man in der Delegation der Mommenheimer Dorf-Gazellen parat. Denn das Männerballett hatte viel mehr drauf als den für diese Gattung typischen Kokolores. Vielmehr stachen die sieben Kerle, trainiert von Heike Niebergall, ihre weiblichen Pendents durch kraftvolle und temporeiche Choreographie aus.

Weniger Brillanz sah dagegen die Husaren-Bütt. Für die nächste Sitzung sollte man vor allem die Finger von politischen Themen lassen, wenn sie wie bei Protokoller Rolf Gottschall am Zuhörer vorbeizielen.

Das Prädikat des Abends ertanzten sich die Dorf-Gazellen. Deshalb nahm das Männerballett auch den AZ-Jokus mit nach Mommenheim.

Bernd Peter Köhler demonstrierte, wie sich jeder Kranke mit Wein kurieren kann. Foto: hbz/Kristina Schäfer

 

Allgemeine Zeitung

Montag, 28. Januar 2008

Partei keine Hilfe

Walter-Bornmann fällt den Narren zum Opfer

bcs. NEUSTADT Die gesamte SPD-Neustadtfraktion war Gerhard Walter-Bornmann in diesen Fastnachtstagen keine große Hilfe. Treu ergab sich der Ortsvorsteher in seinem Schicksal und in den Pranger der Narrenschar. Bei der mittlerweile traditionellen Erstürmung der Ortsverwaltung in der Leibnizstraße machten die aktiven Vereine kurzen Prozess. Zuvor hatte das närrische Heer die Profanen in der Neustadt mit einem kleinen, aber lautstarken Zug durch Nackstraße und Josefstraße auf die Machtübernahme bis Aschermittwoch eingeschworen. Dabei spielten der Hörnerzug Rote Herolde, die Gugge-Musiker der Oldtimer Rhythmus Kompanie und die Trommler der Meenzer Herzjer. Auch Mainzer Husaren-Garde, Kleppergarde, die Garde der Prinzessin, De Gaadefelder und die Ranzengarde waren mit von der Partie. Der Zug erntete an Fenstern und Balkonen strahlende Gesichter und unterstützende Helau-Rufe der Anwohner. Auf dem Rückweg durch den Goethepark leisteten Bornemann und seine Kollegen keinerlei Widerstand. Freikaufen mit der Stadtkasse ging auch nicht, denn der Säckel war leer.

Erst im Neustadtzentrum, als Walter-Bornmann den Orden des Ortsvorstehers verteilte, ließen Zeremonienmeister Horst Kau und seine Mitstreiter ihren “Roten Baron” aus dem Fängen. Teil der Kaution, zu der der Ortsvorsteher die Narhalla wieder als freier Mann verlassen durfte, waren allerdings elf Paragraphen des närrischen Grundgesetzes. Dabei verpflichtete sich Walter-Bornemann auch, alle Feldlager der närrischen Garden zu besuchen und “so es denn sein Kopf und seine Figur zulassen” stets kostümiert zu erscheinen. Mit trommelnder Raffinesse wurde die Machtübernahme gebührend gefeiert.

Ortsvorsteher Gerhard Walter-Bornmann ist gefangen, den Schlüssel hat Horst Kau. Foto: hbz/Kristina Schäfer

 

Allgemeine Zeitung
Freitag, 25. Januar 2008

Wie bereits seit zwa……

Wie bereits vor zwanzig Jahren wählte die Mainzer Husaren Garde auch für die aktuelle Kampagne wieder ein Brunnenmotiv. Fündig wurde man bei der Suche nach einem Brunnen diesmal auf der Grünen Brücke. Der Brunnen wird von einem Husarenpärchen umrahmt. Als Damenorden für die Deiwelsweibersitzung wurde der Orden als Anstecker gefertigt. Hersteller ist die Firma Berg in Pfungstadt.

Husarengarde (eigenes Bild)

 

Allgemeine Zeitung

MONTAG, 21. Januar 2008

Bericht von der Männerstation

Husaren Garde feiert Deiwelsweiber-Sitzung
wil. ALTSTADT Mit teuflischem Humor hat das Damenkomitee der Mainzer Husaren Garde (MHG) im Haus der Jugend ihre Deiwelsweiber-Sitzung gefeiert. MHG-Protokoller Rolf Gottschall zog mit Fröhlichkeit sein Resümee über die Gesundheitsreform, den Lokführerstreik und “Zaunkönigin Merkel” in Heiligendamm. Vehement empörte sich “Schoppestecher” Hans-Jürgen Gros von der Mainzer Freischützen-Garde über den Kunstbeirat, den wohl die Fastnachtsfiguren störten. “Die Symbole unserer Meenzer Fastnacht, des is gelunge, gehör´n rund um Schillerplatz und Fastnachtsbrunne”, reimte Gros. Zum geplanten und wieder abgeblasenen Fackelzug hieß seine Bilanz: “Das geht zu weit!” Von “geistigen Tieffliegern” früherer Zeiten “gibt´s heut noch genug” – deshalb bräuchte Mainz keinen Fackelzug.

Im Anschluss übernahmen MHG-Eigengewächse die Bühne. Bianca Rupprecht be-trat unter Schutz von zwei stiernackigen Bodyguards als “Chronistin” die Bütt und schrieb die Stadtgeschichte fort.

Ehrenpräsidentin Renate Runkel erlebte als “Krankenschwester” mancherlei Kuriositäten im Tagesdienst auf der Männerstation. “Was wird sich da geniert – wir wissen Bescheid über die so genannte Männlichkeit”, schmunzelte Runkel. Das Damenkomitee verzückte die Gäste als “Zickenzirkus” mit Clownessen und tapsiger Ballerina. Zur Musik der “Rocky Horror Picture Show” überraschten die “Glühwürmchen” (Leitung: Patric und Sabrina Siebenhaar) das Publikum mit einer bunten Lichtillumination. Musikalisch erfreute MHG-Nachwuchssängerin Jasmin Wolfert, bevor zum Finale das Trio “Die fidelen Husaren” vom Herrenkomitee unter dem Motto “Immer schee lustisch bleibe” für ausgelassene Stimmung sorgte. Sitzungspräsidentin Carmen Runkel-Fey schwang nun zum vierten Mal mit flotter Hand das Närrinnenzepter.

Den AZ-Jokus hat sich Renate Runkel als “Krankenschwester” für ihren tollen Bericht vom Tagesdienst auf der Männerstation verdient.

 

Allgemeine Zeitung

MITTWOCH, 02. Januar.2008

Mit Vollgas in die Kurzkampagne

Beim Neujahrsumzug marschieren zahlreiche jubilierende Garden mit / Baum für Beutel

Die Uniformen sind frisch gestärkt, Instrumente poliert: Jetzt kann sie kommen, die Kurzkampagne. Mit Schwung und flotten Märschen sind 23 närrische Korporationen am Neujahrsmorgen durch die Straßen der Stadt gezogen.
Von Maike Hessedenz
Auch frostige Temperaturen können echte Narren nicht abhalten, den ersten Pflichttermin am Neujahrsmorgen zu absolvieren – gerade in diesem Jahr heißt es von Anfang an voll durchzustarten, schließlich ist in fünf Wochen schon wieder alles vorbei. Während die Polizei, die den Zug anführt, noch eher verhalten “Prost Neujahr” über den Lautsprecher wünscht, legen sich die Garden voll ins Zeug: Die Ranzengarde hat unterwegs einen verdorrten Christbaum aufgegabelt und überreicht das mit Lamettaresten behangene Stück feierlich Oberbürgermeister Jens Beutel und MCV-Präsident Richard Wagner. Auch die Mainzer Rittergilde hat Grünes dabei: Zum 50. Geburtstag winken die Mitglieder mit bunten Sträußchen in Richtung des Publikums. Die Eulenspiegelgarde startet an Neujahr ins 20. Vereinsjahr, die Burggrafengarde Weisenau marschiert klingend ins 60. Jubiläum. Auch die Hechtsheimer Dragoner haben sich herausgeputzt, schließlich feiern sie ihren 55. Geburtstag. Schon am Wochenende steht für sie der nächste Termin an: “Unsere Fahnenweihe im Gottesdienst”, freut sich Präsident Michael Licht. Gratulation an alle Geburtstagsgarden und -vereine gibt´s schließlich vom OB: “Die Füsiliere, die laut Reim, ihr Domizil in Gonsenheim, und die es mutig und erfahren, schon gibt seit 55 Jahren. Wie die Maletengarde auch, die unser närr´sches Mombach brauch´”, hatte Beutel gereimte Glückwünsche für die Jubilierenden mitgebracht. Am 1. Januar sind die Mainzer in der Kampagne angekommen – nicht nur hunderte Kappen blitzen am Straßenrand empor, der eine oder andere kleine Narr ist sogar schon verkleidet. Und dann gibt es ja noch Jasmin und Karin Feltes, die auch an Neujahr allen, die noch nicht ausgestattet sind, Schals und Zugplakettchen verkaufen. “Das ist Tradition”, meint die 60-jährige Karin, “wir kennen es von Kindheit an nicht anders. Außerdem ist der Umzug so schön, da macht es auch nichts, am 1. Januar früh aufstehen zu müssen”, ist sie sich mit ihrer 16-jährigen Enkelin einig. Und auch Fastnachtsneulinge haben ihren Spaß: “Ist mal ´ne ganz andere Art, den Neujahrstag zu verbringen”, staunt Christian Fucks, der aus Bayern zum Silvesterfeiern nach Mainz gekommen war, “eine erfrischende Abwechslung, so schwungvoll ins Jahr 2008 zu starten.”

Da staunt der kleine Vertreter der Husaren: So viele Garden feiern dieses Jahr Jubiläum! hbz/Stefan Sämmer

 

 

Wochenblatt Mainz

DONNERSTAG, 13. DEZEMBER 2007

Wenn die Schlachtplatt’ schmeckt

Närrischer Auftakt bei der Mainzer Husaren Garde

Für verdiente Mitglieder gab es eine Auszeichnung.

Wenn die “Schlachtplatt” schmeckt, dann ist närrischer Auftakt bei der “Mainzer Husaren
Garde” (MHG). Im rauchfreien Saal begrüßte der Erste Vorsitzende, Josef Bitz, die
Narrenschar, die sich bereits zur Musik von Alexander Herrgesell einschunkelte. Die
Moderation übernahmen Carmen Runkel-Frey und Udo Bitz, vor allem die Jugend
sei im Vormarsch, betonten die beiden. Der Narrhallamarsch erklang vom Trommlercorps
unter der Leitung von Jasmin Wolfert. Mit seinem Protokoll nahm Rolf Gottschall Geschehenes unter
die Lupe. Die Gesundheitsreform, Telekom-Streik und dicke Teeniesvergaß er nicht zu erwähnen.
“Wolle mer se ereulosse?” “Ereu mitene”, riefen die Gäste und die “Nesthäkchen” kamen im Gallopp mit
ihren Kostümen als Pferdchen. Die Stimmung war gut, zumal jeder die Kids “goldig” fand. Das Lied
von der “Lebberworscht” sangen alle und bekamen Appetit auf die “Fassenacht.” Als “Stadtchronistin”
präsentierte Bianca Rupprecht ihren Spaziergang durch “Meenz” mit der Behauptung:
“Meenz muß ebe so was habbe, ich kann da drüber nit mehr lache.” “Die Fidelen Husaren”
(Elmar Theisen, Horst Kau, Manuel Runkel) ließen neue Lieder hören, das Publikum wählte
zwei für die kommende Kampagne aus. Das MHG Showballett kam in rosa getupften
Kleidern mit Pettycoat und bot einen erfrischenden Tanz. Im Programm wirkten ebenfalls mit:
“Die zwei Jasmine”(Jasmin Wolfert und Jasmin Nabholz), Bernd-Peter Köhler als “Hausmann”,
Horst Kau als “En Dicke”, das MHG Gardeballett, Manfred Schmitt und Melanie Scheele
beleuchteten “En scheene Mann”, Angela Blumer als “Putzfraa” und “Die Glühwürmchen”
mit ihrer Leuchtshow. Geehrt und befördert wurden drei Mitglieder zum Corporal,
Benjamin Fey zum Wachtmeister, Sandra Steinke zum Sergeant und sieben MHGler
zum Oberleutnant h.c.

 

Allgemeine Zeitung

Vom 20.11.2007

Viel Närrisches aufgetischt Schlachtfest der Mainzer Husaren Garde

ubo. NEUSTADT Die “Mainzer Husaren Garde” (MHG) bereitete sich mit “Worschtsupp” zum Schlachtfest im Neustadtzentrum auf die kommende Fastnachtskampagne vor. Närrisch aufgetischt mit Schunkler und Helau bot die Garde ein Non-Stop-Programm.
In seiner Begrüßung kündigte Vorsitzender Josef Bitz einige Überraschungen an. Zur Musik von Alexander Herrgesell moderierten Carmen Runkel-Frey und Udo Bitz die Programmpunkte. Nach dem Einmarsch des Trommlercorps´ unter der Leitung von Jasmin Wolfert war die Bütt frei für Rolf Gottschall. In seinem Protokoll nahm er aktuelle Themen ins Visier mit der Behauptung, Angela Merkel sei die Zaunkönigin von Heiligendamm. Sabrina Siebenaar entlockte der Gästeschar ein “ach wie goldig”, denn ihre “Nesthäkchen” hüpften als kleine Pferdchen über die Bühne.
Rund um die “Lebberworscht” ging´s beim Saallied, und deftig präsentierte sich Bianca Rupprecht als “Stadtchronistin”. Horst Kau brachte mit seinen “Fidelen Husaren” neue Lieder zum Besten, die Narrenschar fungierte als Jury, denn zwei Songs sollen der Favorit für die Kampagne sein. In erfrischendem Rosa kam die Showtanzgruppe im Pettycoat. In der MHG beherrschen einige Aktive verschiedene Rollen. “Die zwei Jasmine” (Jasmin Wolfert und Jasmin Nabholz) sangen von der Liebe. Rauchfreie Zone war im Saal angesagt, was Bernd-Peter Köhler als “Hausmann” gefiel, denn er behielt bei seinem Lied, rund um den Wein, guten Durchblick. Als “En Dicke” schilderte Kau seine Probleme mit dem Abnehmen. Damit hatte das MHG-Gardeballett keine Probleme, ihr Tanz entfachte Begeisterung. Vom “Scheene Mann” brachten Manfred Schmitt und Melanie Scheele ihr munteres Zwiegespräch. Als “Putzfraa” staubte Angela Blumer großen Applaus ab.
Mit ihrer Leuchtshow, den fliegenden Stäben und geheimnisvollen Masken, machten die “Glühwürmchen” Furore. Den Schlusspunkt setzten “Die Fidelen Husaren.” Im Rahmen der Veranstaltung wurden folgende Mitglieder befördert: Benjamin Fey zum Wachtmeister, Sandra Steinke zum Sergeant, drei Mitglieder dürfen sich “Corporal” nennen und sieben “Oberleutnant h.c.”

 

Allgemeine Zeitung

Vom 09.10.2007

Schlagerbarden und Sangesdiven
Herbstmanöver der Husaren-Garde in Neustadt

hof. NEUSTADT . Die Mainzer Husaren Garde (MHG) rüstet für die fünfte Jahreszeit: Zum Herbstmanöver ritten die Husaren am Samstagabend zu einer Schlager-Hitparade ins Neustadtzentrum. Als Sängerbarden und Sangesdiven buhlten die Gardemitglieder in einer Playback-Show um die Gunst des Publikums.
“Öfter mal was Neues”, hatte sich die MHG gesagt, und so wurde statt eines “Länderabends” zur Einleitung auf die närrische Zeit dem Schlager gehuldigt. Zunächst brachen die “Nesthäkchen” und das MHG-Showballett mit ihren neuen Nummern das Eis, bevor Jasmin Wolfert mit zwei live gesungenen Stücken aus dem Musical “Mozart!” den ersten Begeisterungssturm auslöste. Seit einiger Zeit versucht sich die 17-Jährige im Sologesang, mit dem sie auf jeden Fall in Zukunft in größerem Rahmen von sich hören machen will.

Dann war es an der Zeit für den Zweiten Vorsitzenden Udo Bitz, “aus der Mitte der Neustadt” seine Gardisten ins Rennen um den Publikumspreis zu schicken. Als säße der Meister höchstselbst am Flügel, trat Helmut Früh als Udo Jürgens im weißen Bademantel in die MHG-Arena, um sogleich die Frauenherzen zum Hüpfen zu bringen. Doris Köhler ließ Drafi Deutscher auferstehen, und Dorthe Kollo suchte alias Irmgard Vogler im Publikum den “Graf von Luxemburg”. “I Can Boogie-Woogie” und das “All Night Long” – das glaubten die 90 Husaren auf Anhieb, als sie den Hüftschwung von Meike Doris Kessel-Früh und Helma Bitz als “Baccara” sahen. Doch zum Abräumer des Abends schafften sie es nicht ganz, auch Anja Wichermann als “Marianne Rosenberg” und Bianca Rupprecht mit der bis dahin fetzigsten Nummer “Heut´ Abend hab ich Kopfweh” von Ireene Sheer, konnten es nicht ganz nach oben aufs Podium schaffen.

Mit geballter Manneskraft räumte das Herrenkomitee als “Dschinghis Khan” den Publikumspreis ab. Mit Inbrunst schwang MHG-Sitzungspräsident Horst Kau seinen blanken, nicht ganz schlanken Prachtbauch auf der Bühnenfront, und spätestens nach dem Wodka bei “Moskau” hatten die stolzen Husaren im Kosaken-Gewand die Mehrheit erobert.